Svenja Scheinhütte geht für 13 Monate als Au-pair nach New York

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HAMM - Für die 19-jährige Svenja Scheinhütte hat sich seit Montag vieles geändert: Von Hamm nach New York, von Zuhause in eine fremde Familie. In den Vereinigten Staaten wird sie nun 13 Monate als Au-pair verbringen.

yourzz-Reporter Marc Borgmann sprach mit der Abiturientin des Märkischen Gymnasiums über ihre neuen Aufgaben.

Du gehst für 13 Monate als Au-pair nach Amerika - wie hast du dich auf diese Zeit vorbereitet?

Svenja: Vor dem Aufenthalt musste ich zuerst eine ziemlich aufwändige Bewerbung schreiben. Außerdem kam noch der ganze Papierkram, wie zum Beispiel für das Visum, den Reisepass und den internationalen Führerschein hinzu. Natürlich gab es auch eine kleine Abschiedsfete mit meinen Freunden und der Familie.

Warum Au-pair und nicht Ausbildung oder Studium?

Svenja: Ich mache das Au-pair-Jahr, weil ich mal raus kommen möchte aus Hamm. Ich bin noch nicht bereit, direkt zu studieren und möchte viel erleben. Und da ich schon sehr früh Erfahrungen in der Kinderbetreuung gesammelt habe, dachte ich, könnte man das doch mit Abenteuer, Sprache und dem American Dream verbinden. Natürlich ist dieses Jahr auch mit Arbeit verbunden, aber trotzdem wird es eine tolle Erfahrung sein.

Konntest du die Familie, in die du kommst, bereits kennenlernen?

Svenja: Meine Gastfamilie kenne ich bereits seit mehreren Monaten. Ich bin schon jetzt hin und weg. Sie sind wirklich toll. Mir war es sehr wichtig, die Familie vorher kennenzulernen, um zu gucken, ob es wirklich passt. Ich mache das Au-pair-Jahr über die Agentur Cultural Care – meines Wissens nach die größte Au-pair-Agentur der Welt. In Boston sind nicht nur alle Au-pairs registriert, sondern auch die Familien, die ein Au-pair suchen. Auch die Familien müssen eine Bewerbung ausfüllen und dann wird geschaut, welches Au-pair zu welcher Familie passt. Dann hat man die Möglichkeit, mit der Familie Kontakt aufzunehmen und entweder es passt dann oder nicht. Meine Gastfamilie war mein erster Vorschlag und ich war direkt begeistert. Es hat aber länger gedauert, bis die Eltern sich wirklich festgelegt haben. Es war ihnen auch sehr wichtig, dass alles passt.

So ein Au-pair Jahr ist oft mit Auflagen verbunden – gibt es irgendwelche Bedingungen?

Svenja: Ja, die gibt es. Ich werde auf ein College gehen und dort mindestens fünf Credit Points sammeln müssen. Das ist nicht besonders viel und es werden auch Wochenend-Kurse angeboten. Aber das muss ich in Ruhe mit meiner Gastfamilie besprechen. Außerdem musste ich 200 Stunden vorweisen, in denen ich mit Kindern gearbeitet habe.

Was werden deine Aufgaben sein?

Svenja: Ich betreue die Kinder, einen Jungen (8) und ein Mädchen (12) - bringe sie zur Schule und wenn sie wieder da sind, helfe ich ihnen bei den Hausaufgaben. Die beiden machen sehr viel Sport und da werde ich sie hinfahren. Wir werden viel zusammen unternehmen, also insgesamt sehr abwechslungsreich. Ich bekomme knapp 200 Dollar die Woche, bin aber nicht deren Putzfrau, wie viele immer denken. Ich muss natürlich im Haushalt helfen wie bei mir zu Hause auch. Aber für die richtigen Sachen hat die Familie eine Putzfrau. Trotzdem esse, trinke und schlafe ich da umsonst. Für alle Unternehmungen mit den Kindern habe ich eine Kreditkarte. Außerdem stellt die Familie mir ein Handy und ein Auto. Und am Wochenende habe ich viel Freizeit.

Wie bleibst du mit deiner Familie und deinen Freunden in Kontakt?

Svenja: Heutzutage ist es, denke ich, nicht besonders schwer, in Kontakt mit Freunden und Familie zu bleiben. Skype, Facebook, Whatsapp und Mail. Da gibt es sehr viele Mittel und Wege.

Was erhoffst du dir von dem Job als Au-pair zu lernen?

Svenja: Ich erhoffe mir von dem Jahr, dass ich das Leben nach dem Jahr vielleicht mit noch etwas anderen Augen wahrnehme. Ich möchte Englisch perfekt sprechen können, neue Leute kennenlernen und selbständiger werden.

Was ist deine größte Angst vor dem Job und dem Leben in Amerika?

Svenja: Vor dem Flug hatte ich wirklich große Bauchschmerzen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so nervös werde. Ich habe lediglich Angst vor Heimweh. Dass es mit der Familie nicht klappt, glaube ich auf gar keinen Fall.

Quelle: wa.de

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