Stein-Gymnasium: Musizieren als besondere Lernleistung

HAMM - Beim jüngsten Konzert im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium gab es einen Rollenwechsel: nicht Lehrer, sondern Schüler hatten es organisiert.

Das Holzbläser Ensemble, die „Vocal Steinchen“, die Musical AG und die Jazz Combo werden von Schülern der Stufen zwölf und 13 geleitet. Das ist Teil einer besonderen Lernleistung, die sie ins Abitur einbringen können.

Die Gruppen präsentierten am Dienstagabend vor rund 150 Zuhörern ihr Können. Unterstützt wurden sie von der Blue Stone Big Band unter der Leitung von Michael Kunze. Die Band sorgte für einen stimmungsvollen Auftakt des Konzertes.

Das Holzbläser Ensemble unter der Leitung von Sebastian Westhues zeigte einen Querschnitt aus den Proben des vergangenen Dreivierteljahres. Der 17-Jährige Westhues aus der zwölften Klasse spielt selbst seit zehn Jahren Klarinette. Seit diesem Schuljahr probt er nun einmal die Woche mit den Bläsern. „Ich mache das vor allem, weil ich Spaß daran habe, mit jungen Leuten zu musizieren. Aber auch die Punkte, die ich für mein Abitur erhalte, spielen eine Rolle“, sagt Westhues.

Daisy Beddoe leitet die Musical AG. „Wir mussten in der siebten Klasse mal Szenen für ein Musical schreiben. Mir hat das so viel Spaß gemacht, dass ich weitergeschrieben habe“, erzählt die 19-Jährige. So sei dann das Stück „Kalte Nächte“ entstanden, das von einer Gruppe obdachloser Kinder handelt. Es besteht aus Textpassagen und drei Liedern.

Durch die besondere Lernleistung erhielt Beddoe die Chance, ihr Werk am Dienstag aufzuführen. Unterstützt wird sie bei den Proben von Sarah Schneeweiß. Die beiden gehen in die 13. Klasse und üben seit einem Jahr mit der AG. Der Chor „Vocal Steinchen“ wird von Cornelia Ostenkötter geleitet. Sie präsentierten bekannte Pop-Songs wie Adeles „Rolling in the Deep“.

Tobias Dreesbach sorgte mit der Jazz Combo für einen runden Abschluss des Konzertes. Besonders die vielen Soli wie im Stück „Sir Duke“ kamen gut beim Publikum an.

Betreut werden die AG-Leiter von den Lehrern Tina Karbaum, Dr. Konrad Landreh und Christoph Barthel. „Wir unterstützen sie bei ihrer Arbeit. Aber eigentlich machen die das sehr selbstständig und gut“, sagt Karbaum. Die besondere Lernleistung gebe es nun im dritten Jahr und werde sehr gut von den Schülern angenommen. Die vier AG-Leiter müssen nun noch eine Facharbeit über ihre Erlebnisse schreiben und das Ergebnis mündlich vorstellen. - gei

Quelle: wa.de

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