Sport als Leistungskursus: Michael Drees (18) kennt Ansprüche und Voraussetzungen

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Michael Drees hat sein Hobby zum Leistungskursus am Märkischen Gymnasium gemacht: Sport jeglicher Art, von Schwimmen bis Radfahren.

HAMM - „Sport ist Mord“ sagen die einen. Die anderen können sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen. Der 18-jährige Michael Drees ist Schüler des Märkischen Gymnasiums und hat die Möglichkeit wahrgenommen, Sport als Leistungskursus zu wählen und sich so auch in der Schule richtig auszupowern.

Im Gespräch mit yourzz sagt er, welche Voraussetzungen man mitbringen sollte und warum er seine Entscheidung nicht bereut hat.

Warum hast du den Sportleistungskurs gewählt?

Michael: Mein Hobby ist Sport, jegliche Art von Sport. Ob es nun Fußball ist, Schwimmen oder Radfahren, ich bewege mich einfach gerne und mag das Gefühl, wenn ich mich richtig ausgepowert habe. Deshalb war für mich sehr schnell klar, dass einer meiner Leistungskurse Sport sein wird. Außerdem ist die Atmosphäre im Sportunterricht ganz anders als in ‚normalen‘ Fächern. Man kann anders lachen und Spaß haben, obwohl man in der Schule ist.

Meinst du, dass dir das Wissen, welches du im Unterricht erlangst, wichtig für dein Leben und deinen Beruf ist?

Michael: Da ich noch nicht weiß, ob ich an der Sporthochschule Köln studieren möchte oder zur Polizei gehe, kann ich das noch nicht genau sagen. Aber dieses Wissen wird sicher nicht von Nachteil sein. Ich kann mich gezielter auf die Eingangstests vorbereiten und kenne mich besser mit Vorgängen im Körper aus. Ein großer Vorteil ist allerdings, dass ich durch die Masse an Sport, die ich machen muss, körperlich fitter bin als andere.

Welche Voraussetzungen sollte man im Sport-LK mitbringen?

Michael: Man muss auf jeden Fall uneingeschränkt sportfähig sein. Dafür ist ein Attest vom Arzt nötig, das bestätigt, dass das Herz-Kreislaufsystem intakt ist. Ansonsten sollte man lernwillig sein und eine gewisse körperliche Fitness mitbringen. Außerdem sollte man einfach Spaß am Sport haben.

Sind die Ansprüche sehr hoch?

Michael: Ich denke, dass sie nicht höher sind als in Mathe oder Englisch. Es ist auf jeden Fall so, dass es Tabellen gibt, die vorgeben, bei welcher Zeit man welche Note bekommt. Wenn man die Disziplin, die geprüft wird, vorher noch nie gemacht hat, wird es schwer 15 Punkte zu bekommen. Ich denke, dass es immer darauf ankommt, welche Ansprüche man an sich selber hat. Um gute Noten zu bekommen, ist es aber wichtig, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis gut zu sein.

Wie sehen die Klausuren im Sport-LK aus?

Michael: Man bekommt Fragen gestellt, die man beantworten muss, oder Diagramme, die man beschreiben und auswerten muss. Themen wie das Herz-Lungensystem werden abgefragt, aber auch Muskelaufbau oder Doping. Für solche Sachen muss man viel auswendig lernen. Bei einem Thema wie ‚Aggressionen im Sport‘ kann man einiges aber logisch erschließen oder auf Erfahrungen zurückgreifen, da ist der Lernaufwand dann nicht so hoch.

Bereust du es, dich für diesen Leistungskurs entschieden zu haben?

Michael: Wenn ich an die Sport-Bio-Klausur zurück denke, dann schon ein wenig. Der Lernaufwand war einfach immens und wenn ich daran denke, was ich alles in der Zeit hätte tun können, ist das schon etwas bitter. Aber so geht es Schülern in anderen Leistungskursen vermutlich auch. Im Großen und Ganzen bin ich mit meiner Entscheidung aber wirklich glücklich. Mich interessieren die Themen und ich habe einfach Spaß. Ich gehe mit einem Lachen im Gesicht zum Unterricht und das ist eine Menge wert.

Quelle: wa.de

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