Soester Schüler setzen sich bei Jugend forscht durch

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Janis Jäschke, Alexia Stadtmüller und Carla Heidbüchel setzten sich für die Erhaltung eines seltenen Biotops am Bahnhof in Soest ein.

SOEST - Was haben Kornkäfer, das Banach-Tarski-Paradoxon, eine App, ein Biotop und ein Prototyp eines Getriebes gemeinsam? Allesamt sind es Jugend-forscht-Projekte der drei Soester Gymnasien, die jetzt mit Urkunden und Geldpreisen im Regionalwettbewerb geehrt wurden.

Im Fachbereich Mathematik und Informatik sicherte sich die Preisträgerin Wiebke David (17) vom Aldegrever-Gymnasium den zweiten Preis. Sie erarbeitete einen Vortrag, der das komplexe Thema „Banach-Tarski-Paradoxon“ – sonst eher Stoff an Universitäten – für ihre Mitschüler auf Basis der Schulmathematik verständlich erklärte.

Im Fachbereich Chemie holten sich Johannes Raufeisen (16) vom Archigymnasium und Domenic Ortlieb (18) vom Aldegrever-Gymnasium den dritten Platz mit ihrer Idee, eine App mit dem Namen „NaWi Lab“ in den Schulalltag zu integrieren. In der App werden zum Beispiel im Fach Chemie Versuchsbeschreibungen aufgeführt, die dann direkt von den Schülern, anhand der App, durchgeführt werden können. Den Thyssen-Krupp-Sonderpreis erhielten die Schülerinnen des Alde, Colleen Müller (17) und Nina Schnier (18) im Fachbereich Biologie. Die beiden interessierten sich für die Frage, wie man den Kornkäfer am besten bekämpfen kann – ökologisch oder chemisch. Wenige Landwirte kennen nämlich die ökologische dauerhafte Lösung mit dem natürliche Feind des Kornkäfers – der Lagererzwespe.

Mithilfe statistischer Verfahren fanden die beiden Jungforscherinnen heraus, dass ein Pestizid zwar zu Beginn der Anwendung eine starke Reduzierung der Kornkäfer hervorruft, aber nicht alle vernichtet, sodass sich das Insekt schnell wieder vermehren kann. Als zweiter Stellvertreter des Kreises Soest beim Jugen-forscht- Wettbewerb ging das Conrad- von-Soest-Gymnasium an den Start.

Die Schüler Jonas Jäschke (18), Alexia Stadtmüller (17) und Carla Heidbüchel (18) der gymnasialen Oberstufe forschten zum Projekt: „Bienen statt Schienen. Von der Bahnbrache zum Biotop“ und belegten damit den zweiten Platz des Wettbewerbes. Anhand von Bodenanalysen, Aufnahmen der Pflanzen- und Tierwelt konnten die Gymnasiasten feststellen, dass auf dem Gelände des alten Rangier- und Güterbahnhofs ein zerbrechliches Biotop, die Schotterflur, entstanden ist.

Jungforscher des Aldegrever-Gymnasiums freuen sich, mit ihren Forschungsprojekten überzeugt zu haben.

Weiteres Ziel der Gruppe ist es, die dort angesiedelten gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu schützen, indem sie dort das Ökosystem erhalten und ein kleines Naherholungsgebiet schaffen. Dass das Projekt Realität werden könnte, wurde im Umweltausschuss beschlossen. Nun geht es in der zweiten Stufe zur unteren Landschaftsbehörde, die sich um die Unterschutzstellung des Biotops kümmert.

Einen weiteren ersten Platz und einen Sonderpreis erhielten die Schüler Simon Wegner (18) und Ivo Köster (18) vom Archigymnasium. Ihre Grundidee war es, Kraftübertragung durch Zahnräder in einem stufenlosen Getriebe zu ermöglichen. Die beiden Gymnasiasten haben zuhause sogar einen Prototypen gebaut der auch funktioniert. Nun geht es für alle Gewinner Ende des Monats in die nächste Runde nach Leverkusen. Dort werden Projekte von Schülern aus ganz NRW vorgestellt und beurteilt. - kamp

Quelle: wa.de

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