Quaffel und Schnatz am Archigymnasium

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Im Archigymnasmium wird eine Quidditch-AG angeboten.

Soest - David sammelt den Quaffel auf und saust los. Er weicht lässig einem Klatscher aus, der von links auf ihn zugeschossen kommt und setzt zum Wurf an.

Der Ball landet im linken Torring, der Hüter blieb ohne Abwehrchance. Wer den vorherigen Absatz verstanden hat, ist vermutlich vertraut mit der magischen Welt von Harry Potter. Dort ist der Zauberersport Quidditch so beliebt, wie hierzulande Fußball. Die Regeln sind relativ simpel: Zwei Teams zu je sieben Spieler treten gegeneinander an. Ziel ist es den Spielball, den „Quaffel“ durch einen der drei Torringe des Gegners zu werfen. Dafür gibt es zehn Punkte. 

Dazu gibt es zwei, „Klatscher“ genannte, Bälle, die auf Kontrahenten geschossen werden, um sie zu stören. Ganz wichtig ist der „goldene Schnatz“. Dieser winzige Ball muss von den Suchern der Teams gefunden werden. Ist er gefangen, endet das Spiel und das Team des Fängers bekommt 150 Punkte. Gespielt wird natürlich auf fliegenden Besen, ganz normal in der magischen Welt. 

„Das probieren wir doch auch mal aus“, dachten sich Linda, Carina und Hannah und gründeten die Quidditch-AG des Archigymnasiums. Die drei werden im Zuge ihres Wahlfaches zu „Sporthelfern“ ausgebildet. Anders als ihre Altersgenossen hatten sie jedoch keine Lust auf eine Fußball- oder Basketball-AG. „Wir sind schon seit langer Zeit große Harry-Potter-Fans“, erklärt Linda. „Ich habe dann auf Youtube eine nicht magische Quidditch-Version gefunden.“ Bei dieser wird nicht geflogen sondern gelaufen. Als Besenersatz muss jeder Spieler ein kleines Klangholz in der Hand halten. „Beim Quidditch muss man alles einhändig machen, da man ja eigentlich auf einem Besen reitet“, erklärt Hannah. 

Einige Regeln mussten geändert werden. Der Schnatz ist kein fliegender Ball mehr, stattdessen zieht ein Spieler ein gelbes Leibchen an und muss von den Suchern der Teams gefangen werden. Wer den Schnatz fängt bekommt 30 Punkte für sein Team. Die Spiele am Archi dauern nicht so lang, wie ihre magischen Vorbilder. 

Der Rekord für ein Quidditch-Spiel liegt immerhin bei drei Monaten. Die Matches der AG dauern selten länger als zehn Minuten. Angeboten wird Quidditch Dienstags und Freitags für die Jahrgangsstufen fünf bis sieben. Wer selbst einmal ein Spiel des Zauberersports live erleben möchte, hat bald die Chance dazu: Die offizielle Quidditch-WM findet im Juli in Frankfurt statt. 

Quelle: wa.de

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