Im Auge des Zyklons

Mathias O’Mahony hilft in Indien

Mathias O’Mahony mit seinen Schützlingen in Indien. - Foto: Privat

SOEST - Aufbauarbeiten in zerstörten Städten, Hilfe für Menschen, deren Existenz bedroht ist, aber auch Arbeit und Unterricht in einem Kinderheim – all das zählt zu den Tätigkeiten des Soesters Mathias O’Mahony, der ein Freiwilliges Soziales Jahr in Indien bestreitet.

Der 19-jährige Soester hat im vergangenen Schuljahr sein Abitur am Aldegrevergymnasium in Soest bestanden und ist in einen ganz neuen Abschnitt seines Lebens eingetaucht.

Seit Anfang September diesen Jahres ist Mathias nun in Indien und arbeitet gemeinsam mit den beiden deutschen Freiwilligen Jacqueline Deubel und Charlotte Laheurte für die Hilfsorganisation Kiranmyi Socio Educational Society (KISES). „KISES ist eine Organisation, die nicht auf Profit angelegt ist, sondern bei der sämtliches gespendetes Geld in den Projekten landet. Diese Projekte sind nach dem Prinzip „Hoffnung für die Hoffnungslosen“ ausgelegt“, so beschreibt O’Mahony die Organisation, für die er arbeitet.

Der Soester hatte zunächst die Möglichkeit, in einem von der katholischen Kirche betriebenen Heim für ehemalige Straßenkinder zu arbeiten und dort Sport, Englisch, Informatik und viele weitere Fächer zu unterrichten.

In Nachbarstadt bei Aufbauarbeiten geholfen

Doch als vor zwei Wochen ein Zyklon, von dem der Soester allerdings verschont blieb, über die Stadt Visakhapatnam wütete, musste Mathias O’Mahony diese Tätigkeit aufgeben und in der Nachbarstadt von Vijayawada Aufbauarbeit leisten. „Denn die 3,5 Millionen Einwohner fassende Stadt musste 35 Todesopfer sowie 600 000 betroffene Menschen beklagen. Doch die besondere Aufgabe von KISES für uns war es auch, in den kleineren Fischerdörfern rundherum zu helfen, denn außer den Mitgliedern unserer Organisation waren keine Helfer vor Ort“, beschreibt Mathias die Situation nach dem Zyklon.

Die Hilfe beschreibt der 19-jährige Soester so: „Wir haben Fotos von der Situation gemacht und Kontakt zu den Einheimischen aufgenommen. Denn es ist wichtig zu wissen, was sie brauchen und wie man mit ihnen am besten in Kontakt treten kann. So weiß unsere Organisation, was die Menschen am dringendsten benötigen und sammelt jetzt Spenden um den Betroffenen den Einstieg in ihr altes Leben zu ermöglichen.“

Warum ein FSJ in Indien?

Die Motivation des Soesters ein FSJ zu machen, bestand darin, „aus dem Lernalltag für Schule und Universität herauszukommen um Menschen zu helfen und für das Leben dazuzulernen. So kann ich jetzt bereits das Leben in Deutschland als Luxus einschätzen, da in Indien die Standards, wie zum Beispiel die Hygiene, viel niedriger sind.“

Über die Aufbauarbeiten nach dem Zyklon, seine teils kuriosen Erfahrungen und sein Leben in Indien schreibt Mathias wöchentlich in einem interessanten Blog, der unter der Internetadresse http://www.gisela-und-mathias-in-indien.com zu finden ist. - tobi

Quelle: wa.de

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