Soester Jugendforum wieder gut besucht

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SOEST - Es gibt sicher chilligere Möglichkeiten, einen Samstagnachmittag zu verbringen, als im Blauen Saal des Rathauses beim Jugendforum der Stadt den Kopf rauchen zu lassen – fast 60 Jungen und Mädchen taten es trotzdem.

Weil es bei der Premiere im vergangenen Jahr so gut geklappt hatte, war das damals erfolgreiche Konzept weitgehend übernommen worden: Bürgermeister, Mitarbeiter der Verwaltung aus dem Jugendamt und Vertreter fast aller Fraktionen und Gruppierungen aus dem Rat trafen auf Jugendliche, die in den allermeisten Fällen aus den beiden städtischen Jugendtreffs kamen, dem Wiesetreff und dem Treffpunkt Süd.

Was wird für Jugendlichen in der Stadt getan (und was nicht) und was könnten Jugendliche in der Stadt möglicherweise für sich selbst oder auch andere Menschen in der Stadt tun, um solche Fragen und Antworten darauf ging es bis in den Abend. Wobei Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer schon in seiner Begrüßung darauf hinwies, dass es nicht Desinteresse oder gar böser Wille der Politiker sein müssen, wenn einiges nicht klappe – manchmal scheitere es schlicht auch am fehlenden Geld.

Gesprächsrunden dauerten jeweils 20 Minuten

Das geklärt, stiegen die Generationen ein in jeweils 20 Minuten dauernde Gesprächsrunden. Da ging es um Freizeitangebote und Lieblingsplätze in der Stadt, aber auch um Mitwirkungsmöglichkeiten von Jugendlichen, die sich oft ganz weit außen vor gelassen fühlen.

Hier lesen Sie alles zum ersten Jugendforum.

Brigitte Merfehrt vom städtischen Jugendamt hatte am Abend, als die große Runde sich gestärkt mit Pizzen und alkoholfreien Cocktails, zubereitet und serviert von Mitarbeitern des Awo-Bewohnerzentrums, langsam auflöste, einen richtig trockenen Hals: „Ich bin kaum zum Luftholen gekommen, weil es so viele richtig interessante Gespräche gab“, freute sie sich über Soester Jugendliche, die weder mit ihren Meinungen hinterm Berg gehalten hätten, noch mit ihren Fragen und Anregungen.

Den Mund sollen sich alle Beteiligten nicht umsonst fusselig geredet haben: In den nächsten Wochen werden alle Ergebnisse des zweiten Jugendforums zusammengefasst, anschließend der Politik vorgelegt – und vielleicht wird die Bilanz der Taten, die daraus hoffentlich resultiert, ja dann zum Gesprächsstoff auf einem dritten Jugendforum. - kim

Quelle: wa.de

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