Von der Schulbank in die weite Welt

Die Freiheitsstatue in New York.

Kreis Soest - Mehr als 3 000 junge Erwachsene haben auch diese Jahr im Kreis wieder ihren Schulabschluss in der Tasche. Dann stellt sich die Frage: Was kommt danach?

Studium oder Ausbildung sind der direkte Weg – viele Schüler möchten jedoch erstmal nicht weiter die Schulbank drücken, sondern Neues entdecken. Auslandsaufenthalte stehen bei Schülern hoch im Kurs, um die Zeit nach der Schule sinnvoll zu nutzen. Den Horizont erweitern, internationale Freundschaften schließen – es gibt viele Möglichkeiten, diese Auszeit zu gestalten, auch schon für Abiturienten ab 17 Jahren.

High School Year

Mit dem Abschluss in der Tasche können junge Abiturienten ihre Reise ins Ausland antreten. Sie leben in Gastfamilien und haben einen geregelten Schulalltag. Neue Sprachen lernen, andere Kulturen entdecken, neue Lebensarten kennenlernen oder die Vorbereitung auf Universität und Beruf bietet das High School Year. Die Schüler können auch interessante Fächer wie Business, Videoproduktion, Schreinern oder Design für sich entdecken. Neben Gastfamilien gibt es Internatsprogramme in Neuseeland, Australien, Nordamerika oder Großbritannien, die sich besonders für Abiturienten eignen, die für Arbeitsaufenthalte oder Praktika noch zu jung sind. Anspruchsvolle Kurse kennzeichnen das Post Graduate Year, das in Verbindung mit einem Internatsaufenthalt an Schulen in den USA und Kanada möglich ist. Dies ist eine Mischform zwischen Studium und Schule, mit sehr guten Sportmöglichkeiten und verschiedenen Fachangeboten.

Work & Travel

Mit einem Working Holiday Visum können junge Menschen bis zu einem Jahr in Australien, Neuseeland oder Kanada verbringen und selbstständig Geld verdienen. Je nach Lust und Laune kann der Aufenthaltsort und der Job gewechselt werden. Arbeitsmöglichkeiten finden sich vor allem in der Gastronomie, Tourismus, Einzelhandel und Landwirtschaft. Hierbei ist Selbstständigkeit und Flexibilität gefragt. Für Interessenten, die noch wenig Erfahrung mit der Planung von Auslandsaufenthalten haben, empfiehlt sich der Einstieg mit einem organisierten Sprachkurs oder Praktikum. Vorteilhaft ist, dass die jungen Reisenden direkt vor Ort ihre Weiterreise planen können.

Auslandspraktika

Mit einem Arbeitspraktikum verbessern die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse und trainieren den „Ernstfall Berufsalltag“. Die Arbeitsbereiche der weltweiten Unternehmenspraktika reichen von Business, Marketing, Tourismus bis hin zu Human Resources. Neben beliebten Ländern wie England oder Kanada bieten sich verstärkt auch exotischere Reiseziele wie etwa China an. Volljährigkeit ist in der Regel von Vorteil. In London und Dublin können aber auch bereits 17-Jährige ein Praktikum absolvieren.

Freiwilligenarbeit

Für junge Erwachsene, die sich sozial engagieren und persönliche Reiseerfahrungen fernab der touristischen Pfade sammeln wollen, bietet sich die Mitarbeit in sozialen oder ökologischen Projekten an. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Grundschulunterricht in Indien über die Mitarbeit in einem Tierpark in Südafrika, bis hin zu Umweltschutzaktivitäten in neuseeländischen Nationalparks.

Langzeitsprachkurs

Langzeitsprachkurse ermöglichen neben systematischer Auffrischung der Fremdsprache deren direkte Erprobung im Alltag – so fällt es jeden Tag leichter mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Am Ende kann eine international anerkannte Sprachprüfung abgelegt und ein Sprachzertifikat wie zum Beispiel IELTS oder TOEFL mit nach Hause genommen werden.

Kurzstudium

Abiturienten mit fortgeschrittene Englischkenntnissen und beruflicher Zukunft im Bereich Wirtschaft, Management, Tourismus und Hotellerie, können ein fachliches Kurzstudium in Kanada belegen. Kurzstudiengänge dauern in der Regel zwischen vier und 36 Wochen und schließen mit einem „Diploma in International Business Management“ oder „Tourism and Hospitality“ ab. Ideal ist die Kombination aus Kurzstudium und unmittelbar folgendem Praktikum.

Quelle: wa.de

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