Schüler aus dem Kreis Soest beim Bundespresseamt

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Gruppenbild mit Abgeordnetem – und anschließend hinauf in die Kuppel des Reichstagsgebäudes: Neben solchen „Klassikern“ im Besuchsprogramm von Reisegruppen in Berlin bekamen die Nachwuchsjournalisten aus dem Kreis Soest auch ungewöhnliche Einblicke in die Parlaments- und Regierungsarbeit.

Kreis Soest - Dass Berlin eine Reise wert ist, erfahren Reisegruppen aus dem gesamten Bundesgebiet täglich zu Dutzenden. Dass so eine Gruppe aber aus rund 30 jungen Redakteuren von Schülerzeitungen und einigen geringfügig älteren Kollegen von Medien aus dem Kreisgebiet besteht und vom Bundespresseamt eingeladen wird, das ist ungewöhnlich.

Initiiert und dann auch organisiert wurde die dreitägige Fahrt in die Hauptstadt vom Büro des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Hellmich, der in Berlin nicht nur seinen Wahlkreis vertritt, sondern als Vorsitzender des Verteidigungsausschusses auch ein besonders wichtiges parlamentarisches Gremium leitet.

Bevor die Gruppe den Abgeordneten aber im Bundestag traf und mit ihm über seine Aufgaben und Erfahrungen im Politikbetrieb der Hauptstadt sprach (siehe Artikel unten), gab es zunächst einmal die Möglichkeit, mehr über die Arbeit der Journalisten in Berlin zu erfahren.

Das geschah unter anderem im Rahmen eines Mittagessens in der Bundespressekonferenz, dem Zusammenschluss der offiziell akkreditierten Journalisten in Berlin, die mehrmals wöchentlich den Regierungssprecher und die Pressesprecher der Ministerien zu Gast haben. Was später als offizielle Erklärungen in Zeitungen, Radiomagazinen oder TV-Nachrichten landet, wird dort in unmittelbarer Nachbarschaft des Regierungsviertels „eingesammelt“.

Nach einem Besuch der NRW-Landesvertretung, inklusive eines längeren Austausches zwischen den mitgereisten Redakteuren und dem höchst interessierten Nachwuchs, war das Pensum des ersten Tages geschafft, im Hotel am Kudamm warteten bereits die vorab gebuchten Zimmer auf die Delegation aus dem Kreis Soest.

Stramm getaktet war auch das Programm an den folgenden beiden Tagen: Beim Bundespresseamt gab es jede Menge Insiderwissen von einem leitenden Mitarbeiter darüber, wie die Bundesregierung die internationale Nachrichtenlage auswertet und selbst auch mit einem großen Apparat dazu beiträgt, die eigene Arbeit im denkbar besten öffentlichen Licht erscheinen zu lassen.

Ganz nah ans wahre „Zentrum der Macht“ kamen die Besucher aus der Börde aber dann erst nach einem Besuch im Plenarsaal des Bundestages bei einer fast zweistündigen Führung durch das Bundeskanzleramt – inklusive des Tagungsraums, in dem nur wenige Stunden vorher noch das Kabinett zusammengekommen war, und des ebenfalls durch zahllose TV-Übertragungen bekannten kleinen „Studios“ im Treppenhaus des imposanten Baus, in dem die Kanzlerin wie schon ihr Vorgänger gemeinsame Erklärungen mit offiziellen Besuchern abgibt.

Quelle: wa.de

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