Theater AG des Alde führt „The wave“ an ungewöhnlichem Ort auf

Schauspielkunst im Keller: Alde führt „The wave“ auf

Soest - Die englischsprachige Theater-AG am Aldegrevergymnasium hat sich mit dem Stück „The wave“ eine besondere Herausforderung gesucht. Die Geschichte von Morten Rhue basiert auf einer wahren Geschichte, die 1967 an einer Highschool passierte.

Die Abiturientin Rabea Weber, die auch einer der tragenden Rollen spielt, schrieb das Stück um, so dass es in die heutige Zeit passt. Die AG wird von Cheryl Klawitter geleitet. Der ungewöhnliche Aufführungsort des Stückes, der Keller des Aldegrevergymnasiums erinnert ein bisschen an das Motto von Soest Art, Kunst an ungewöhnlichen Plätzen aufzuführen, doch die Theater AG präsentierte schon im Vorjahr ihre Version von Shakespeares Mitsommernachtstraum unter freien Himmel.

In The wave geht es um einen Unterrichtsversuch mit schweren, zum Ende tragischen Folgen.

Aufführungen

The Wave wird am Donnerstag und Freitag jeweils um 20 Uhr im Keller des Aldegrevergymnasiums aufgeführt. Karten im Sekretariat und einige wenige an der Abendkasse.

Die Geschichtslehrerin Amy White, gespielt von Cheryl Klawitter, will ihrer Klasse verdeutlichen, wie es möglich war, dass Hitler ganz Deutschland im dritten Reich manipuliert hat. Sie formt die Klasse zu einer Gruppe, gibt ihr Strukturen und feste Regeln, fordert Disziplin und die unterschiedlichen Jugendlichen werden zu einer manipulierbaren Masse. Der ehemalige Außenseiter steckt auf einmal mitten in der Gruppe und andere werden verdrängt. Fast schon beängstigend gut setzten die engagierten Schüler und Lehrer das Drehbuch um.

Die Atmosphäre im engen Keller, in der die Parolen der Gruppe ihren Widerhall finden, umschreibt gut, wie Menschen, auch gegen ihren Willen und scheinbar unbemerkt, von geschickten Demagogen manipuliert und verführt werden können.

Etwas Politisches auf der Bühne

„Die Schüler wollten etwas Ernstes und Politisches auf die Bühne bringen und so kamen wir auf diese Thematik“, beschreibt Cheryl Klawitter die Entwicklung des Stückes, an dem die Jugendlichen seit dem letzten Herbst arbeiten. In der AG spielen Schüler der Jahrgänge 9 bis 12. Daher sind auch die beiden Lehrerinnen Cornelia Diekmann und Judith Kühnen stolz über den Einsatz der Abiturienten, die das anspruchsvolle Stück und die Prüfung gemeistert haben. - rs

Quelle: wa.de

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