Monster an der Stadthalle

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Zusammenhocken und zusammen suchen: an der Stadthalle wurden Pokemons gejagt

Soest - Der Hype um Pokémon Go hält an. Seit elf Tagen machen sich Spieler in Deutschland auf den Weg, um mit Hilfe ihrer Smartphones die kleinen Monster zu sammeln. Soest ist keine Ausnahme

Die „Soester Gaming Community“, eine Gruppe von engagierten Videospielern, hat nun zum ersten „Pokémon Go Treffen“ an der Stadthalle eingeladen. Die Organisatoren sind zufrieden: „Sehr coole Aktion. Wir schätzen, dass insgesamt ca. 200 Leute vor Ort waren. Wahnsinn! Wir haben viel positives Feedback bekommen und Ideen für weitere Veranstaltungen“, schreiben die Betreiber auf ihrer Facebook-Seite zu der Aktion am Freitag. 

Das Rondell an der Stadthalle war gut gefüllt. Viele kleine Grüppchen fanden sich nach und nach ein, es wurde geredet, Pokémonsammlungen verglichen und Monsterfundorte ausgetauscht. „Wir haben einfach den aktuellen Hype mitgenommen“, erzählt Marcel von der Community. Deren Fans auf Facebook haben sich seit der Veranstaltung mehr als verdoppelt. Die Pokémontrainer auf dem Platz kamen aus dem ganzen Kreis Soest zusammen. Männer und Frauen, Alt und Jung haben sich bei dem guten Wetter getroffen. 

„Es ist krass, wie viele Leute tatsächlich gekommen sind“, so Victoria. Viele der Besucher sind bereits seit den ersten Spielen für den Gameboy von Nintendo glühende Fans der Taschenmonster. 1999 sind die Blaue und die Rote Edition der Pokémon-Spiele in Europa auf den Markt gekommen, seitdem ist ihre Popularität ungebrochen. Daher sind auch viele Menschen zwischen 20 und 30 Jahren dem Hype verfallen. Aber auch jüngere Fans sind zur Stadthalle gekommen. Tom, Simon und Bastian sind mit ihren elf Jahren die Jüngsten auf dem Platz, ihre Monstersammlung kann sich trotzdem sehen lassen. 

„Wir spielen schon seit drei Wochen. Wir haben uns vor dem Deutschland-Start schon die amerikanische Version runtergeladen.“ Ohnehin traf man viele Sammler, die Pokémon Go sehr ehrgeizig betreiben. Viele der Teilnehmer hatten ihre eigene kleine Handyladestation, eine sogenannte „Powerbank“ dabei, sodass ihnen bei der Jagd nicht plötzlich der Strom ausging. Manche von ihnen haben mit ihrem Spiel bereits 30 bis 40 Kilometer zurückgelegt, um wirklich alle Monster zu fangen. 

Mittlerweile hat der erste Spieler angeblich alle momentan verfügbaren Pokémon gesammelt. 153 Kilometer hat der New Yorker nach Medienberichten dafür zurücklegen müssen. Rund um die Börde ist man noch nicht soweit, dennoch (und gerade deswegen): Die „Soester Gaming Community“ möchte auf jeden Fall weitere Treffen dieser Art veranstalten. 

„Das war unser erster Versuch um die Nachfrage zu überprüfen. Als nächstes überlegen wir, ob sich eventuell eine gemeinsame Pokémon-Wanderung auf die Beine stellen lässt“, erklärt David. „Wir machen das ja nicht um Geld einzunehmen, sondern um gleichgesinnte Spieler zu finden und Spaß zu haben.“

Quelle: wa.de

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