Patrick Lülf ist seit 13 Jahren begeisterter Modellbauer

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Patrick Lülf mit seinen Schätzen: Seit 13 Jahren klebt der 22-Jährige Plastikmodelle zusammen.

HAMM - Mit neun Jahren hat er von einem Freund zum Geburtstag sein erstes Flugzeugmodell geschenkt bekommen. Seitdem hat sich Patrick Lülf fortlaufend mit dem Thema Modellbau auseinandergesetzt. Von der Begeisterung über das Zusammensetzen der vielen Einzelteile sprach der 22-Jährige, der als Fahrdienstleiter bei der Deutschen Bahn Netz AG arbeitet, mit Marc Borgmann.

Seit 13 Jahren baust du jetzt bereits an Modellen – was reizt dich besonders daran?

Patrick: Es ist einfach die Vielfalt im Modellbau, man kann alles bauen, was man möchte. Man kann sein eigenes Geschick trainieren und sich kontinuierlich verbessern. Man kann einfach vom Alltag abschalten. Wenn ich mich mittags an mein Modell setze und irgendwann aufhöre, ist es schon abends, und ich merke da erst, dass ich eigentlich längst Hunger habe und mal etwas trinken sollte.

Mit was für Modellen beschäftigst du dich? Mit welchem Zeitaufwand und welchen Kosten muss man rechnen?

Der Bell UH 1D (rechts) ist einer der Klassiker unter den Hubschraubern.

Patrick: Hauptsächlich habe ich mich auf den Bau von Hubschraubern fixiert, aber zur Abwechslung baue ich auch gerne Flugzeuge aus den Weltkriegszeiten sowie auch mal Panzer, Motorräder oder anderes. Natürlich brauchen auch einige Modelle eine Landschaft mit Figuren. Dafür benötigt man natürlich gewisse Basics wie Farben, Feilen und Scheren. Wenn man die Sachen angeschafft hat, sind die Kosten nicht mehr so hoch. Die Modelle haben abhängig vom Maßstab unterschiedliche Preise, größere Modelle liegen in der Preisspanne bei 30 bis 50 Euro und aufwärts. Wenn man ein Modell wirklich vernünftig fertigstellen will, braucht man einiges an Zeit und Geduld. Für einen Eurofighter Typhoon im Maßstab 1:32 habe ich zum Beispiel 42 Stunden reine Bauzeit gebraucht.

Du sagst, du hast hauptsächlich Hubschrauber und Flugzeuge gebaut – war der Beruf als Pilot dann mal dein Traumjob?

Patrick: Ja. Früher wollte ich unbedingt Hubschrauberpilot werden. Dieser Traum wurde mir dann von meinem Augenarzt genommen. Durch eine Hornhautverkrümmung und keiner räumlichen Sehfähigkeit war der Traum vom Pilotsein schnell verworfen. Jetzt arbeite ich bei der Deutschen Bahn als Fahrdienstleiter und kann mich bis jetzt nicht beklagen.

Für Modellbau benötigt man ein ruhiges Händchen. Ärgert dich das, wenn mal was schief geht? Ist dir schon mal ein Modell kaputt gegangen?

23 Modelle hat Patrick bereits zusammen gebastelt. Darunter auch dieses.

Patrick: Im ersten Moment ärgert man sich schon sehr, weil man sich die ganze Zeit über Mühe gibt. Dieser kleine „Ärgermoment“ verfliegt aber relativ schnell wieder, und man versucht, den Fehler professionell zu beheben. Mir ist auch schon einmal ein Modell runtergefallen. Das habe ich dann aber direkt repariert. Mein liebenswerter, zwei Jahre jüngerer Bruder war jedoch in seinen jungen Jahren sehr begabt darin, meine Modelle kaputt zu bekommen.

Wie viele Modelle hast du bereits gesammelt?

Patrick: Ich habe einiges an Modellen. Momentan stehen 23 Modelle in meinem Zimmer. Ich habe schon Platzprobleme, weil ich keine zusätzlichen Regale mehr an die Wand bekomme. Früher habe ich kleinere Modelle im Maßstab 1:72 gebaut, jetzt aber schon größere. Unter dem Maßstab 1:48 läuft bei mir nichts mehr.

Quelle: wa.de

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