Nick Höser und Max Wulf: Work-and-Travel in Australien

Max Wulf (links) und Nick Höser bereisen Australien.

HAMM - Eineinhalb Jahre lang planten die Freunde und Abiturienten des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums Nick Höser (19) und und Max Wulf (19) eine Work-and-Travel-Reise ins Ausland. Seit Anfang Oktobersind die Freunde in Australien - bis voraussichtlich nächstes Jahr Juli wollen sie bleiben. Bis jetzt läuft alles gut, doch das Geld könnte ein Problem werden, wenn sie nicht bald einen Job finden.

Mit yourzz-Reporterin Fidan Kalach sprachen die Hammer, die mit ihrer Website alle Interessierten und vor allem auch Familie und Freunde auf dem Laufenden halten, über die Reise und ihre Schwierigkeiten.

Wo seid ihr im Moment?

Nick : Gestartet sind wir in Brisbane, dann ging’s runter an die Gold Coast. Wir wollen weiter zum Great Barrier Reef. Wenn wir dort angekommen sind, geht es wieder zurück, um Weihnachten und Silvester in Sydney zu verbringen. Danach geht’s nach Neuseeland. Gerade befinden wir uns an der Küste vor Fraiser Island.

Warum Australien, was hat euch daran fasziniert?

Nick: Die Grundidee war, eine Art Roadtrip zu machen, und da kamen natürlich Amerika und Australien in die engere Auswahl. Australien ist es dann wegen der unglaublichen Vielfalt und Mentalität der Leute geworden, was sich bis jetzt jedenfalls als die richtige Entscheidung herausgestellt hat.

Warum habt ihr euch entschieden, zusammen zu reisen? Was sind die Vorteile?

Mit dem Auto durch Australien: Max Wulf und Nick Höser erfüllen sich einen Lebenswunsch.

Max: Da wir die ersten Überlegungen schon vor über eineinhalb Jahren anstellten, liegt es auf der Hand, warum wir zusammen reisen. Doch zuerst einmal liegen die Vorteile klar auf der Seite des Alleinreisenden, der im Normalfall viel schneller in neue Kreise gerät und flexibler ist.
Nick: Zusammen zu reisen, hat für uns den Vorteil, dass man finanziell besser da steht, was zum Beispiel den Autokauf angeht. Dabei kann man sich auf sein Gegenüber dann auch besser verlassen. Außerdem hat man natürlich auch eine rettende Insel, wenn das Umfeld an einem Ort mal nicht so deinen Vorstellungen entspricht.
Max: Da wir beide relativ extrovertiert sind und nicht nur unter uns bleiben, stellt der Trip zu zweit für uns keine Barriere dar, denn wir reisen definitiv nicht der Sicherheit wegen zusammen. Dessen sollte man sich sicher sein, wenn man zusammen reist. Denn es geht schließlich um neue Erfahrungen.

Welche Schwierigkeiten habt ihr bis jetzt gehabt?

Max Wulf.

Nick: Hier und da gab es mal ein paar Hindernisse, die aber mit all den positiven Erlebnissen in den Hintergrund geraten. Probleme gab es beispielsweise beim Geldtransfer für den Autokauf. Oder dass wir trotz Allradantrieb viermal auf Fraiser Island im tiefen Sand stecken geblieben sind. Doch das sind wirklich Kleinigkeiten.

Was gefällt euch dort am meisten? Und was gibt’s dort, was es hier nicht gibt?

Max: Die Mentalität der Menschen ist wirklich grundauf verschieden. Die Leute sind sehr hilfsbereit und handeln selten ausschließlich zu ihrem eigenen Vorteil. Doch auch Leute aus ganz Europa zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen, ist sehr schön. Ganz im Vordergrund steht natürlich der landschaftliche Aspekt Australiens. Das wunderschöne türkisblaue Meer und die feinen weißen Sandstrände. Und selbstverständlich der Fakt, dass wir durch diese Reise einen Winter überspringen und ganze drei Sommer an einem Stück erleben werden.

Wovor habt ihr persönlich Angst?

Nick Höser.

Nick: Dass uns die finanziellen Mittel ausgehen, und das Jobangebot nichts für uns übrig hat. Weil alle am liebsten an der Küste bleiben wollen, ist hier das Jobangebot extrem schlecht, wie man hört. Außerdem werden viele „Backpacker” über den Tisch gezogen. Außerdem ist die Arbeit in der prallen Sonne extrem hart. Wir beginnen gerade erst mit der Jobsuche.

Habt ihr auch einen Plan B, falls ihr keine Arbeit findet? Würdet ihr dann trotzdem noch dort bleiben, falls ihr keine Arbeit findet, oder würdet ihr wieder zurück nach Deutschland reisen?

Max: Das lässt sich so nicht sagen. Wir denken natürlich positiv. Aber wie heißt es so schön: Ohne Moos nichts los. Das trifft auch hier zu. Aber einen festen Plan gibt es nicht.

Hier geht es zur Website von Max und Nick

Quelle: wa.de

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