Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe intensiviert Prüfungsvorbereitung

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Bei den Gesellenprüfungen müssen die Lehrlinge zahlreiche praktische und theoretische Prüfungen absolvieren. Die Kreishandwerkerschaft bieten nun Vorbereitungskurse an.

KREIS SOEST - Geprüft werden will gelernt sein: „Am besten wäre es, wenn man stetig über die ganze Lehrzeit hinweg alles Erlernte nochmal üben würde. Aber zumeist lernt man eben doch auf den letzten Drücker“, stellt Ludger Westermann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe fest.

Rechtzeitig vor den Prüfungen bietet die Kreishandwerkerschaft gezielte Vorbereitungslehrgänge für angehende Prüflinge an, in denen schwierige Themen vertieft werden. „Man darf die Vorbereitung nicht auf die lange Bank schieben, bestimmte Techniken müssen eingeübt werden“, so Westermann. In den Lehrgängen wird der Ausbildungsstoff wiederholt und das Wissen anschließend durch prüfungsähnliche Aufgaben gefestigt. Prüfungsangst baut sich zudem ab, wenn man schon einmal am Ort der späteren Prüfung gearbeitet hat. Angesprochen sind im Moment angehende Tischler, Kfz-Mechatroniker, Friseure, Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik sowie Metallbauer der Fachrichtung Konstruktionstechnik.

Alle Gesellen werden angeschrieben

„Wir schreiben alle Lehrlinge, die zur Prüfung anstehen, rechtzeitig vorher an“, sagt Norbert Schulz, der federführend die Gesellenprüfungen organisiert. „Außerdem werden auch die Ausbildungsbetriebe über die Mitgliederzeitschrift der Kreishandwerkerschaft informiert, denn wir gehen davon aus, dass die Betriebe ihre Lehrlinge auch auf die Kurse aufmerksam machen werden, wenn sie der Meinung sind, dass etwas mehr Vorbereitung gut tun würde. Dabei liegen die Kosten von acht Euro pro Stunde in einem Bereich, den die Lehrlinge gut selbst stemmen können.“ Die Kurse sind bis zu 21 Stunden lang – abhängig vom Gewerk.

Arbeitsgänge mehrfach wiederholen

„Wir erhoffen uns, dass auch Lehrlinge mit bislang noch verbesserungsbedürftigen Kenntnissen so den letzten Schliff bekommen. Im Betriebsalltag ist das vielfache Wiederholen einzelner Arbeitsgänge nicht immer möglich und auch die überbetriebliche Ausbildung ist nach Lehrplänen getaktet“, so Westermann. Nützlich sind die Kurse vor allem für das mittlere bis untere Leistungsspektrum. Den Ausbildungsbetrieben rät Westermann, im eigenen Interesse die Vorbereitung ihres Prüflings wohlwollend zu begleiten. Positiv unterstützen und Freiräume zum selbstständigen Üben zu geben – das sei eine große Hilfe. Die jungen Gesellen können dann im Idealfall direkt nach der Prüfung helfen, den Bedarf an Fachkräften im Ausbildungsbetrieb zu decken.

Informieren und anmelden können sich die Lehrlinge auf der Seite www.handwerk-hellweg-lippe.de unter Aus- und Weiterbildung.

Quelle: wa.de

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