„Komm auf Tour“

„Komm auf Tour“ - Projekt zur Lebensplanung

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Im Zeittunnel diskutierten die Schüler die Möglichkeiten der individuellen Lebensplanung.

Lüdenscheid - „Den roten Teppich haben wir extra für euch ausgerollt. Ich sage euch auch warum. Ihr seid das Wichtigste für unsere Zukunft.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Dieter Dzewas am Dienstag die Schüler, die sich im Ratssaal versammelt hatten, um am Projekt „Komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ teilzunehmen.

Dieter Dzewas appellierte an die Jugendlichen, die Chance zu nutzen und sich selbst auszuprobieren und auf den Prüfstand zu stellen. „Es geht bei „Komm auf Tour“ nicht um Leistungen, die mit Schulnoten gemessen werden können. Eine Fünf oder Sechs wird hier heute nicht verteilt. Denn es geht um eure Stärken, um das was ihr richtig gut könnt“, erklärte der Bürgermeister die Grundidee des Projekts, das Jugendlichen bei der Berufsorientierung und Lebensgestaltung zu neuen Einsichten verhelfen möchte. Konzipiert wurde das Projekt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Vier Parcours-Stationen

Dann übernahm „Futura“ die Regie im Ratssaal. „Ich bin eure Reiseleiterin für die nächsten Stunden“, stellte sich die junge Frau vor und erklärte den Schülern dann, wie der „Komm auf Tour“-Parcours funktionierte. Gespannt, neugierig und mit einer gehörigen Portion Engagement machten sich die Jugendlichen dann auf den Weg, die vier Parcours-Stationen zu erobern.

Arbeitsaufgaben in der "sturmfreien Bude"

Zu entdecken gab es vieles: Die „sturmfreie Bude“ zeigte eine Wohnung mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer. Die Idee: Die Eltern sind außer Haus und die Jugendlichen sind ihre eigenen Herren. Die Arbeitsaufgaben, die es in der „sturmfreien Bude“ zu erledigen galt, reichten von „Was tun, wenn die Polizei vor der Tür steht?“ bis hin zur etwas geheimnisvollen „Shopping-Tour“.

Handwerkliche Begabung gefragt

Futura erklärte: „Ihr wollt zum Einkaufsbummel starten, aber dann merkt ihr in der Küche, dass etwas nicht Ordnung ist. Überall ist Wasser. Und deshalb müsst ihr die Spüle reparieren. Wenn ihr das geschafft habt, könnt ihr in ruhe shoppen.“ Gesagt, getan. Beherzt griffen zwei Schülerinnen zum Werkzeug und lagen wenig später auf dem Boden, um Muffen zu lockern und Rohre auseinander zu schrauben. Am Ende konnte sie sich über Stärkepunkte freuen, die eine weiße Hand auf rotem Grund zeigt. „Das zeigt, dass wir handwerklich was drauf haben“, erklärten die beiden Schülerinnen.

„Komm auf tour"

Neben den Handwerkspunkten gab es noch sechs weitere Stärkeaufkleber, die die Jugendlichen an den einzelnen Stationen sammeln konnten. Ein Mund zeigte das Talent für Sprachen, guten Ausdruck und Formulierungskunst. Das bunte Feuerwerk symbolisierte Kreativität und Fantasie. Für Natur, Tiere, Pflanzen und Umwelt stand der grüne Daumen. Verlässlichkeit wurde durch eine kleine Hand dargestellt, die in einer großen liegt. Organisationstalente und Freunde von Ordnung und Übersicht konnten sich über Stärkepunkte mit einer Büroklammer freuen. Der siebte Stärkepunkt zeigte Zahlen und stand für das Talent für Mathematik, den Umgang mit Computern und Geld und die Fähigkeit zu logischem Denken.

Auswertung im Ratssaal

Nachdem die Schüler ihre Punkte im Zeittunnel, auf der Theaterbühne und im Labyrinth gesammelt hatten, versammelten sich alle „Komm auf Tour“- Teilnehmer wieder im Ratssaal unter dem großen Lebensmobile, um ihre Stärkekarten in der Großgruppe auszuwerten. „Was ist euch wichtig im Leben?“, fragte „Futura“ die Jugendlichen. „Liebe? Freundschaft?“ Denn bei „Komm auf Tour“ zählt nicht nur die Berufsorientierung – auch die individuelle Lebensgestaltung ist Thema des Projekts.

Unter dem Lebensmobile werteten die Schüler zum Abschluss ihre Stärkekarten aus.

Am Ende konnten die Schüler ihre Karten ganz individuell auswerten. Sieben große Schränken, bestückt mit jeweils einem der sieben Stärkepunkte, bot Anlass zu Assoziationen und Überlegungen, wohin die Lebensreise gehen könnte. Nach der Entscheidung für eine Stärke gab es dann noch einen ganz handfesten Helfer, den die Schüler mit nach Hause nehmen konnten: Auf einem Zettel waren Berufe aufgelistet, die Menschen mit der jeweiligen Stärke bevorzugt ausüben können. - von Maike Förster

Quelle: wa.de

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