Ausbildungsreihe: Physiotherapie

Mara Link macht Ausbildung zur Physiotherapeutin

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Die 17-jährige Mara Link stellt mithilfe von Physiotherapie wieder Mobilität her.

HAMM - „Du massierst doch nur!“: Ein Vorwurf, den sich Physiotherapeuten mehr als ein Mal in ihrem Berufsleben anhören müssen. Doch Physiotherapie ist weit mehr als nur Massage, weiß die 17-jährige Mara Link, die inzwischen in ihrem zweiten Ausbildungsjahr zur Physiotherapeutin ist.

Im Gespräch mit yourzz-Reporterin Carolin Drees erzählt sie, was das Schönste an ihrem Beruf ist und welche Aufgabenfelder man neben dem Massieren noch hat.

Wie bist du zu diesem Berufswunsch gekommen?

Mara: Ich bin durch puren Zufall auf den Beruf des Physiotherapeuten gekommen. Eigentlich wollte ich Innenarchitektin werden. Ich hatte aber keine Ahnung, wie ich dahin kommen soll. Einige meiner Bekannten sind im physiotherapeutischen Bereich tätig und viele meiner Freunde wollten das auch machen. Man könnte sagen, dass ich dann Mainstream war und mitgezogen bin. Irgendwann war einfach klar, dass ich das mache.

Wie ist der Ablauf der Ausbildung?

Mara: Es handelt sich um eine private Ausbildung, die eine Dauer von drei Jahren hat und in Praktika und Unterricht aufgeteilt ist. Das erste halbe Jahr ist man in der Schule, danach geht man drei Monate ins Praktikum. Die Praktikumsbetriebe wechseln natürlich jedes Mal. Wir dürfen uns die Betriebe selber aussuchen, die Dozenten klären dann alles Weitere.

Was sind die Aufgaben eines Physiotherapeuten?

Mara: Wir stellen nach Verletzungen die Mobilität wieder her, verbessern oder lindern Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Natürlich passiert das manchmal durch Massagen, das ist eine Tätigkeit, die wir durchaus häufig ausführen, aber nicht nur. Wir betreuen auch Sportler, geben Kranken- und Wassergymnastik oder arbeiten in Krankenhäusern und betreuen die Nachsorge nach OPs. Und das Allerwichtigste: Wir helfen Menschen dabei, ihre Lebensfreude wiederzufinden, indem wir nach einem Unfall oder einer Krankheit an ihrer Seite sind und sie unterstützen, wieder mobil und eigenständig zu werden.

Hast du es bereut, nach deinem Realschulabschluss direkt eine Ausbildung zu machen?

Mara: Nein, das habe ich nicht mal im Ansatz bereut. Ich hatte einfach keine Lust mehr auf das monotone Schulleben. Ich bin kein Mensch der bloßen Theorie. Vor allem das erste Praktikum hat mir gezeigt, dass ich mich genau richtig entschieden habe, weil ich einfach unglaublich viel Spaß hatte.

Was ist das Schönste an deinem Beruf?

Mara: Man hat mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun. Und man muss kreativ sein. Ich würde uns als kleine Künstler bezeichnen und den Behandlungsplan als Kunstwerk. Nicht jedes Krankheitsbild wird gleich behandelt. Man muss viele kleine Dinge beachten und mit einbringen. Man muss tüfteln und herausfinden, wie man am schnellsten und effektivsten an das gewünschte Ziel kommt.

Wem würdest du raten, eine Ausbildung zum Physiotherapeuten zu machen?

Mara: Auf jeden Fall sportlichen Leuten. Der Sportunterricht in der Schule ist nämlich schon der Hammer. Nach der Trainingslehre war ich jedes Mal fix und fertig und ich bin nun wirklich nicht der unsportliche Typ.

Quelle: wa.de

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