Jugendliche aus der Albertus-Magnus-Gemeinde helfen in Albanien

+
Gemeindereferent Andreas Krüger, Jan Hamers, Pia Dieckmann, Franzi Rösen, Katharina Rabinek, Jule Günter. Vorne Leo Heimann, Katharina Koch und Wiebke Busch (von links).

SOEST - „Es tut sich was in Albanien“, berichtete Gemeindereferent Andreas Krüger den Gästen des Informationsabends im Gemeindehaus: Eine neunköpfige Gruppe bereitet sich auf die Reise nach Velipoje vor. Köln, Wien, Tirana. Vom 5. bis zum 10. Oktober geht es mit dem Flieger auf den Balkan.

Mit dem Besuch der Jugendlichen aus den Sternsinger-, Messdiener- und Jugendgottesdienst-Vorbereitungsgruppen wollen sich die Soester ein persönliches Bild davon machen, was die von der katholischen Albertus-Magnus-Gemeinde organisierte Hilfe bislang bewirken konnte – und ebenso gewachsene freundschaftliche Kontakte pflegen. Seit die eisernen Vorhänge sich öffneten, der Wille zur Freiheit sich endlich Bahn brechen konnte und ein kommunistisches Regime nach dem anderen in Europa von der Landkarte fegte, haben die Soester Kontakte in das Dorf an der Adriaküste geknüpft. 

Bei Touristen immer beliebter 

Die Lage ist malerisch, die Grenze zu Montenegro unmittelbar hinter dem Dorf, für Touristen wird der Ort immer beliebter. Vieles im Land ist derzeit im Umbruch, juristische Sicherheit gibt es für Investoren nicht unbedingt, wer hier Unsummen investiert, hat nicht immer eine ganz weiße Weste, erzählt Krüger weiter. Nach einer Reihe von Besuchen über die Jahre weiß er: Die Schere zwischen denen, die arm geblieben sind und den wenigen, die jetzt noch reicher werden könnten, klaffe immer weiter auseinander. 

Die Jugendlichen, die er begleitet, um befreundete Ordensschwestern im Kloster von Velipoje und deren Kindergarten- und Schulprojekte kennenzulernen, reisen das erste Mal ins Land der Skipetaren und sind sehr gespannt, wie groß die Unterschiede zum vergleichsweise super-luxuriösen Leben in Deutschland sind und wollen nach ihrer Rückkehr ausführlich darüber berichten. 

Weit mehr als 100 000 Euro haben die Albertus-Magnus-Gemeinde und ihre Freunde bislang schon für den Kindergarten des Klosters in Velipoje gespendet. Der soll sich irgendwann alleine tragen können, und die Chancen dafür stünden gut, sagt Krüger. Von dem Geld aus Soest profitieren mittlerweile auch Kinder armer Familien von weit außerhalb, die im Kloster Unterkunft, Essen und Unterstützung beim Lernen erhalten. 

Und noch jemand hat profitiert, der sich auf ein Wiedersehen mit Soestern freut: Ordensschwester Martina konnte auch dank einer großen Spende aus Soest in der Schweiz von einem Gehirntumor befreit werden. Krüger: „Kirchensteuer gibt es in Albanien nicht, Krankenversicherung, sowas kennen die auch nicht.“ - brü

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare