Jugendkirche Hamm: Akrobatik, Theater und Musik aus den Charts

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Das Team der Jugendkirche Hamm.

HAMM - Die evangelische Jugendkirche in Hamm zeigt, dass Kirche nicht zwangsläufig langweilig sein muss. Die Gottesdienste in der Lutherkirche werden von Jugendlichen so gestaltet, dass sie andere Jugendliche gezielt ansprechen.

Von Sandra Kocem

Es finden keine langen Predigten statt, sondern die Gottesdienste werden zum Beispiel durch Akrobatikeinlagen abwechslungsreich gestaltet und sorgen so für mehr Pepp in der Kirche.

Bereits seit 2007 gibt es die Jugendkirche in Hamm und damit zahlreiche Möglichkeiten, sich an der Gestaltung der so genannten [ju]Gos, der Jugendgottesdienste, zu beteiligen. Die Aufgaben reichen von Ton- und Lichttechnik über musikalisches Engagement in der Band und dem Chor der Jugendkirche bis hin zur Aufführung von kleinen Theatersequenzen.

Einmal im Monat an einem Sonntagabend um 19 Uhr finden diese besonderen Gottesdienste statt. Damit dabei alles glatt läuft, treffen sich die Jugendlichen mit der Jugendpfarrerin Dr. Iris Keßner jeden Dienstag und besprechen, was sie inhaltlich im nächsten Gottesdienst machen wollen: „Uns geht es vor allem darum, dass man Spaß hat und die klassische Kirche mit dem modernen Leben zusammenbringt und die Kirche neu interpretiert.“ Dazu werden auch Filme gezeigt oder die Jugendkirchenband eingebunden.

„Wir spielen auch Lieder ab, die gerade in den Charts sind, aber nur wenn sie zu unserem Thema in der Kirche passen“, erklärt die 19-jährige Jacqueline Müller, Studentin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Ein weiteres Angebot ist die Lichterkirche zur Adventszeit, die alle Jugendlichen und auch ältere Personen einlädt, donnerstags in der Martin-Luther-Kirche eine Kerze abzustellen, ruhige Musik zu hören und für sich zu beten. Um dazu eine besondere Atmosphäre zu schaffen, wird die Kirche im Inneren mit warmen Farben beleuchtet. Dabei spielt die Technik auch eine wichtige Rolle. Diese wird momentan von zwei Jugendlichen, die sich in dem Gebiet auskennen, betrieben.

Es fand auch schon ein Jugendaustausch mit einer Partnergemeinde in Indonesien statt. „Wir haben uns dort Vorträge angehört, uns mit den Personen auf Englisch ausgetauscht und wir haben herausgefunden, dass die Menschen dort gläubiger sind als wir Deutschen. Sie bauen ihre Religion viel mehr in den Alltag ein und sind überwiegend muslimisch“, berichtet die Speditionskauffrau Sarah Müller (23).

Mehr Infos im Netz unter www.jugendkirche-hamm.de

Quelle: wa.de

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