NDR wehrt sich gegen Vorwürfe

Jenny Elvers: "Habe die Angst meines Lebens"

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Jenny Elvers-Elbertzhagen hat Angst vor dem Entzug.

Bonn - Nach dem Alkohol-Geständnis stellt sich Jenny Elvers-Elbertzhagen nun ihrem Problem. Sie suchte bereits eine Entzugsklinik auf und sprach offen über ihre Situation.

Ihr wirrer TV-Auftritt vor wenigen Tagen schockierte die Zuschauer: In einer Sendung des NDR lallte Jenny Elvers-Elbertzhagen, stammelte und konnte auf ihrem Sitzplatz nicht still halten. Am Tag darauf gestand ihr Mann und Manager Götz Elbertzhagen gegenüber der Bild-Zeitung die traurige Wahrheit: "Meine Frau hat ein Alkoholproblem, braucht dringend Hilfe."

Diese Hilfe sucht die 40-Jährige jetzt. Wie die Bildberichtet, fuhr Elbertzhagen seine Frau am Mittwoch in eine Entzugsklinik. Vor ihrer Villa bei Bonn sagte sie der Zeitung: "Ich schäme mich so. Ich habe die Angst meines Lebens." Doch für die Schauspielerin scheint der Weg in die Klinik ihr letzter Ausweg zu sein. Ihr Mann kann sich nicht erklären, wie es so weit kommen konnte. "Wahrscheinlich sind es Depressionen. Verschärft seit drei Monaten ist sie in dieser Situation", erzählte er der Bild. Die Klinik sei unausweichlich: "Ich weiß sonst nicht mehr weiter." Er wird seiner Frau in dieser schweren Zeit nicht von der Seite weichen.

Auf Wunsch der Familie beantragte der NDR die Sperrung aller Videos, die von Jennys TV-Auftritt existieren. Die Online-Plattform YouTube kam dieser Bitte mittlerweile nach und löschte sämtliches Material.

Der Sender verteidigt sich vehement gegen Vorwürfe, in die peinliche Situation nicht eingegriffen zu haben. Die Redaktion der Sendung „DAS!“ habe sehr wohl auf den Zustand der Schauspielerin reagiert. Tatsächlich wurden zwei zusätzliche Beiträge eingespielt, die in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen waren, um den Gesprächsanteil zu verkürzen, erklärte Thomas Kühn, Leiter der Abteilung Vorabendmagazine des NDR, in der Zeitung Die Welt (Donnerstag). Ansonsten habe das Produktionsteam wenig Einfluss auf die Live-Sendung gehabt. „Bei den Gesprächen in "DAS!" sitzen die Gäste und Moderatoren auf einem roten Sofa. Das lässt in der Kameraführung kaum Spielraum“, sagte Kühn. „Was innerhalb einer Live-Sendung geschieht, unterliegt immer einem gewissen Risiko. Einen Fall wie diesen hatten wir seit dem Start der Sendung 1991 noch nicht.“

msa/dpa

Quelle: wa.de

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