SRH-Student Henrik Brieke: „Lippesee ohne großen Einfluss“

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Henrik Brieke.

HAMM – Zusammen mit sieben weiteren Master-Studenten sitzt Henrik Brieke am Montag ab 10.00 Uhr in der Hochschule. Dann nämlich beginnt für den 25-Jährigen die Vorlesungswoche mit dem Fach „Nachhaltige Energie-Unternehmensentwicklung“. Dass sich auch Hamm „nachhaltig entwickeln muss, um Anlaufstelle für Studenten aus der ganzen Welt“ werden zu können, ist für den Hammer selbstverständlich.

Im Interview mit Marc Borgmann erklärt er die Vorteile eines privaten Studiums und beantwortet die Frage, ob ein Lippesee mehr Studenten nach Hamm locken würde.

Ein Studium an der SRH bedeutet im ersten Moment eine Zahlung von rund 650 Euro pro Monat, je nach Fach. Schreckt das nicht erstmal ab?

Henrik: Ja, der Preis schreckt ab. Während meines Bachelor-Studiengangs war ich dabei auf die Unterstützung meiner Eltern und Großeltern angewiesen. Im Bereich Energiewirtschaft gab es jedoch keinen Studiengang, der mehr dem entsprach, was ich von einem Studiengang erwartet habe.

War das der einzige Grund für die private Hochschule?

Henrik: Nein. Ein wesentlicher Grund waren die kleinen Lerngruppen. Als Schüler war ich früher sehr faul. Deshalb wäre ich an einer staatlichen Hochschule vermutlich nur in der Masse mitgeschwommen und hätte mich nicht besonders engagiert. Bei kleinen Gruppen fällt es jedoch sofort auf, wenn jemand nicht anwesend ist, und man wird zwangsläufig stärker in den Unterricht eingebunden. So wurde ich zu Beginn des Studiums direkt stärker involviert und das hat meine Eigeninitiative im weiteren Verlauf des Studiums sehr stark erhöht. Zu Beginn des Masterstudiums habe ich zudem die Möglichkeit erhalten, als Teilzeitkraft an der Hochschule zu arbeiten. So konnte ich mir mein Studium finanzieren und kann jederzeit zwischen Beruf und Studium springen.

Welche Vor und Nachteile hast du in deinem Studium bereits kennengelernt?

Henrik: Vorteile sind zum einen die bereits erwähnten kleinen Gruppen sowie die Nähe zu den Dozenten. Diese können jederzeit im Unterricht, aber auch nach dem Unterricht über Telefon oder Mail kontaktiert werden. Ein Nachteil am Studium in Hamm ist, dass beispielsweise die Bibliothek im Vergleich zu großen Universitätsstädten verhältnismäßig klein ist.

Was fehlt dem Hochschulstandort Hamm? Was wäre deine Idee?

Henrik: Bislang fehlt dem Hochschulstandort Hamm lediglich die große Masse an Studenten. Bislang sind Studenten in der Stadt eher eine Randerscheinung. Aber die beiden Hochschulen in Hamm sind noch sehr jung und werden in Zukunft noch weiter wachsen. Daher wird das Studentenleben in Hamm nach und nach ein wichtigerer Faktor werden. Das Hauptaugenmerk sollte daher auf dem Wohnungsangebot für Studenten liegen.

An der SRH Hamm liegt der Schwerpunkt auf Management-basierten Abschlüssen. Du studierst bereits Energiewirtschaft im Master. Was denkst du über die Zukunftsperspektiven in diesem Berufsfeld?

Henrik: Ich denke, wir sind mit unserem Studiengang sehr breit aufgestellt und somit auch für eine Branche gerüstet, die sich in einem starken Wandel befindet. Zwar ist es nicht mehr so leicht in einem großen Energieversorgungsunternehmen einzusteigen aber dafür bieten sich durch die mehr und mehr dezentrale Energieversorgung auch Chancen für Studenten in unserer Branche. Ich habe daher keine Zweifel, dass ich nach meinem Studium einen guten Job finden werde, der mir Spaß macht.

Thema Lippesee: Denkst du, das würde mehr Studenten nach Hamm locken?

Henrik: Ich glaube nicht, dass der Lippesee viele Studenten nach Hamm locken würde. Ausschlaggebend für ein Studium ist zunächst einmal der Studiengang. Natürlich würde der Lippesee bei vielen Studenten gut ankommen, aber dadurch alleine wird sich die Entwicklung der Studentenzahlen in Hamm meiner Meinung nach nicht besonders verändern.

Quelle: wa.de

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