Hannah Clemens - Praktikum im höchsten Wolkenkratzer Europas

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Hannah Clemens auf der Aussichtsplattform des „The Shard“.

SOEST - Hannah Clemens kann ihr Glück immer noch nicht richtig fassen: Vier Wochen lang hat sie ein Praktikum in der Marketing-Abteilung des „View from the shard“ im Zentrum Londons gemacht. Der Wolkenkratzer gilt mit 309 Metern Höhe als das höchste Gebäude Westeuropas.

Nur in Russland gibt es noch ein höheres Gebäude. Die Aussichtsplattform bietet aus einer Höhe von 244 Metern einen tollen Blick über London. „Das Gebäude ist erst im Februar 2013 eröffnet worden. Jetzt gilt es, die Aussichtsplattform in aller Welt bekannter zu machen. Dazu habe ich mit meiner Arbeit in der Marketing-Abteilung von The View from the Shard beigetragen“, berichtet Hannah. Die 18-Jährige besucht das Hubertus-Schwartz-Berufskolleg und macht eine Ausbildung zur Fremdsprachen-Assistentin. Vor zwei Jahren war sie zu einem Sprachurlaub in Worthing bei Brighton. „Als nun mein Schulpraktikum anstand, wollte ich es am liebsten in London machen. Dabei war es purer Zufall, dass der Bruder meiner damaligen Gastmutter im Management von The View from the Shard arbeitet“, erzählt Hannah.

Gewohnt bei einer Gastfamilie

Über diesen Kontakt bekam sie den begehrten Platz in der Marketing-Abteilung des Wolkenkratzers. Vom 27. September bis zum 25. Oktober arbeitete Hannah in London. „Gewohnt habe ich aber bei meiner Gastfamilie in Worthing und bin mit dem Zug nach London reingefahren.“ Hannah ist immer noch total begeistert davon, was für verantwortungsvolle Aufgaben ihr übertragen wurden. „Es war einfach nur spannend!“ Um das „View from the Shard“ bekannter zu machen, kontaktierte Hannah Reiseführer-Verlage in Frankreich, Belgien und den Niederlanden per Telefon. „In manchen Reiseführern waren wir noch gar nicht aufgeführt, denen habe ich dann Informationen zukommen lassen.“

Auch Anbieter von Sprachreisen rief Hannah der Reihe nach an. „Immerhin waren das 80 Kontakte nach Holland, 60 nach Frankreich und 30 nach Belgien.“ Vorher hatte sie ein spezielles Telefontraining bekommen. „Am Anfang war das gar nicht so leicht, fremde Leute in einer fremden Sprache anzurufen. Aber hinterher fiel es mir leichter.“ Kontakt knüpfte Hannah auch zu „Visit Britain“, dem offiziellen britischen Fremdenverkehrsamt.

Ein anderes Event wird Hannah auch noch lange im Gedächtnis bleiben: Bei einem Meeting lernte sie Manager aus aller Welt kennen. „Das war wie bei einem Speed-Dating: Man hatte nur zwölf Minuten Zeit, sein Projekt dem Partner vorzustellen, danach musste man den Platz wechseln.“

Auch besondere Events auf der Aussichtsplattform galt es für die Soesterin bekannter zu machen: Samstags wird Yoga angeboten, abends findet hier eine „Silent Disco“ mit Kopfhörern statt. „Ich würde sofort wieder dort arbeiten“, schwärmt Hannah. Ein Wiedersehen soll es nächstes Jahr geben: Dann ist „The View from the Shard“ auf der ITB-Reisemesse in Berlin vertreten. Und Hannah ist eingeladen, den deutschen Besuchern die Aussichts-Plattform schmackhaft zu machen. - agu

Quelle: wa.de

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