Besserer Genremix gefragt

Hammer Summer '15: Was Jugendliche sich wünschen

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Rappelvoll ist es auf dem Marktplatz immer, wenn Bands beim Hammer Summer spielen – wie hier „Madsen“.

HAMM - Der Hammer Summer ist fester Bestandteil des Sommerangebots in Hamm. Die Stadt hat es in den vergangenen Jahren geschafft, einige namhafte Bands auf den Marktplatz zu holen. Welche Bands wünschen sich Hammer Jugendliche, und kann man noch etwas verbessern?

Über diese Fragen unterhielt sich yourzz-Reporterin Viktoria Kapteina mit Lisa Schwick (18), Schülerin der Sophie-Scholl-Gesamtschule, und Dominik Schaerig (20), Student der Westfälischen Hochschule Recklinghausen. Carolin Drees sprach mit Niklas Bösch (21), Student der TU Dortmund.

Der Hammer Summer geht nächstes Jahr in die 13. Runde. Was findest du gut, was könnte besser werden? Kann Hamm auf den Hammer Summer verzichten?

Dominik Schaerig

Dominik: An sich finde ich das Konzept hinter dem Hammer Summer sehr gut! Wie auch in anderen großen Städten im Ruhrgebiet bietet Hamm somit eine Möglichkeit, Musik live und kostenlos zu erleben. Der Aufbau rund um die Kirche ist als Platz zentral und gut gewählt. Was mich jedoch jedes Jahr immer sehr enttäuscht, ist das beschränkte Musikgenre, welches einem geboten wird. Gerade Hammer Bands sollte die Möglichkeit gegeben werden, Openerslots belegen zu können, um die Jugend zu fördern.

Lisa: Hamm darf auf gar keinen Fall auf den Hammer Summer verzichten, denn so bekommt jeder die Chance, tolle Bands zu sehen, ohne sich ein total überteuertes Ticket kaufen zu müssen. Auch für die Stadt Hamm ist der Hammer Summer ein Highlight, weil es eine regionale Attraktion ist.

Niklas: Die Veranstalter haben ein gutes Händchen, auch namhafte Bands nach Hamm zu holen. Das haben sie mit Sunrise Avenue, Revolverheld und Jennifer Rostock bewiesen. Nach zwölf Jahren haben sie einige Erfahrungen machen können. Mir fällt nichts ein, was man verbessern könnte. Durch meine Tätigkeit bei der Feuerwehr weiß ich, dass auch die Organisation hinter der Bühne immer stimmig ist. Hamm hat den Ruf eine Kleinstadt zu sein, die einfach viele Einwohner hat. Der Hammer Summer hilft, dieses Image zu polieren. Deshalb kann Hamm auf diese Veranstaltung auch nicht verzichten.

Wen würdet ihr euch dir für die kommenden Jahre wünschen und warum?

Lisa Schwick

Lisa: Ich wünsche mir Revolverheld, weil sie gut in den Hammer Summer rein passen würden und ich sie gerne mal wieder sehen würde. Madsen und Jennifer Rostock dürfen aber gerne auch wieder dabei sein, die waren total klasse!

Niklas: Ich würde mir Milky Chance, Kraftklub und die Donots wünschen. Ich höre alle drei Bands gerne und finde, dass sie zurzeit die Zielgruppe des Hammer Summers treffen, obwohl die Donots gerade da noch relativ unbekannt sein dürften.

Dominik: Für das nächste Jahr wünsche ich mir eine Hardcore-Band wie zum Beispiel „Heart In Hand“. Ich fände es gut, das Klientel stärker zu mischen und nicht nur sein Hauptaugenmerk auf die 30- bis 50-jährigen Besucher und deren Geschmäcker zu legen.

Fotos und Video vom Hammer Summer 2013

Zu was hat sich der Hammer Summer in den vergangenen Jahren entwickelt und welche Richtung wird er in den nächsten fünf Jahren einschlagen?

Niklas Bösch

Niklas: Generell hat sich das Line-up verbessert, vor allem, wenn man es mit den Anfängen vergleicht. Ich denke aber, dass wir uns in Zukunft weiterhin auf dem derzeitigen Niveau bewegen werden. Noch größere Acts würden den Rahmen sprengen und wären einfach nicht bezahlbar. Man stelle sich nur einmal den Andrang bei einem Auftritt von Helene Fischer vor: Für so was ist der Marktplatz einfach nicht ausgelegt.

Dominik: Ich denke, dass sich der Hammer Summer zu einem festen Bestandteil des Hammer Spätsommers entwickelt hat. Aufgrund der begrenzten Größe des Veranstaltungsortes bin ich der Meinung, dass der Hammer Summer seine Maximalkapazität erreicht hat. Ich denke, dass er weiterhin gut besucht bleibt, sich jedoch auf fünf Jahre gesehen noch kaum weiterentwickeln wird. Um eine Weiterentwicklung zu gewährleisten, müsste man zum Beispiel eine Art Voting für bestimmte Künstler einführen, welche viele Zuschauer gerne sehen würde. Hierbei kann man meiner Meinung nach überhaupt nicht mitbestimmen. Ein Blick nach rechts oder links zu ähnlichen Veranstaltungen könnte da hilfreich sein.

Lisa: Der Hammer Summer hat sich für mich zu einer besonderen Veranstaltung und einem super Treffpunkt entwickelt! Welche Richtung er in den nächsten Jahren einschlagen wird, kann ich leider gar nicht einschätzen. Ich hoffe aber, dass der Hammer Summer der Stadt Hamm auch weiterhin erhalten bleibt!

Quelle: wa.de

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