Hammer ist Mitgründer des Modelabels „Beached Jerries“

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Lukas Brandherm und Alina Krüger haben den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Modelabel gewagt.

HAMM - Sonne, Strand und glücklich sein – das Lebensgefühl, was man sonst nur im Urlaub verspürt, möchte das junge Modelabel „Beached Jerries“ in den Alltag transportieren. Gegründet wurde es von der Dortmunder Studentin Alina Krüger und dem gebürtigen Hammer Lukas Brandherm (beide 22), Student an der Ruhr-Universität Bochum.

Von Ina Paulfeuerborn

Im vergangenen Januar stand der Entschluss fest: „Wir machen uns selbstständig.“ Drei Monate später startete dann schon der Verkauf der ersten T-Shirts und Pullover. Dass das alles so schnell geht, hätten die Gründer selbst nicht gedacht. Anstoß für den Schritt in die Selbstständigkeit gaben Bekannte aus Großbritannien, die bereits vor einigen Jahren ein eigenes Label gegründet haben. „Über sie konnten wir miterleben, wie viel Spaß das machen kann und wie locker alles von der Hand geht, wenn der Grundstein gelegt ist“, sagt Lukas. Nach einem Besuch in England über Silvester war schnell klar, dass die beiden Studenten ebenfalls eine eigene Marke gründen wollten. Eigentlich wollten sie sich damit länger Zeit lassen. „Aber dann hat uns das Fieber gepackt und wir haben überall neue Inspirationen und Ideen gesehen. Da konnten wir nicht alles einfach wieder beiseitelegen“, lacht Alina.

Als größter Stolperstein erwies sich auf dem Weg zum ersten verkauften Pullover nicht das Geld – „unsere Familien haben uns dabei unter die Arme gegriffen und ein Startkapital gegeben“ – sondern die Suche nach einem guten Grafikdesigner für das Logo. Weder im Bekanntenkreis noch im Internet ließ sich jemand finden und auch die Zusammenarbeit mit einem Tattoostudio brachte nicht das gewünschte Ergebnis. „Wir hatten uns eigentlich schon damit abgefunden, erst mal kein Logo zu haben. Über Umwege sind wir dann doch noch an einen Wirtschaftsinformatik-Studenten geraten, der uns innerhalb weniger Tage das perfekte Logo anfertigte“, so Lukas.

Eine weitere Hürde war die Suche nach einer Druckerei, die auch in geringer Stückzahl qualitativ hochwertig und preiswert Textilien bedruckt. „Dafür sind wir zunächst alle bedruckten Oberteile in unseren Schränken durchgegangen und haben uns Schnitt und Qualität genau angeschaut“, erzählt Alina, „Anschließend haben wir das Internet nach Online-Shops durchforstet.“ Der erste Zulieferer erwies sich jedoch als Flop – fast alle Textilien musste zurückgeschickt werden, da „sie für uns qualitativ absolut nicht infrage kamen“. Den Ausschlag für den jetzigen Lieferanten gaben die große Auswahl an Textilien, der freundliche Kundenservice und die Möglichkeit, hochwertige Fair-Trade-Pullover zu beziehen.

Hilfe holen sich die beiden Jungunternehmer in Sachen Finanzamt bei einer Steuerberaterin, alle Fragen rund um die Gründerform und Webseite konnten durch Freunde und Bekannte geklärt werden. „Generell war das Feedback auf unsere Entscheidung, uns selbstständig zu machen, durchweg positiv und unsere Familien standen von Anfang an hinter uns“, betont Alina. Daher hatten weder Lukas noch Alina Bedenken, in jungen Jahren ein eigenes Label zu gründen: „Da wir uns kein Geld von der Bank leihen mussten, müssen wir da zum Glück auch nicht großartig Angst haben.“ Solange man keinen großen Kredit aufnehmen muss, sehen die beiden keinen Grund, sich nicht selbstständig zu machen. „Man muss natürlich mit Geld umgehen können und voll hinter seiner Idee stehen“, macht Lukas klar, „aber es fühlt sich auch gut an, sein eigener Chef zu sein, weil man ganz frei arbeiten kann.“ Das soll auch erst mal so weiter gehen, denn in fünf Jahren sehen sich Alina und Lukas in der Sonne am Strand vor ihrem Haus auf einer Beached-Jerries-Liege.

Quelle: wa.de

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