Hammer Fahrlehrer: "Prüfer suchen keine Fehler"

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Fahrlehrer Jürgen Hoffmann

HAMM - Jeder wird sich früher oder später in seinem Leben mit ihr auseinandersetzen müssen: der Fahrschule. Viele haben von ihren Freunden, die ihren Führerschein machen, bestimmt schon gehört, wie es dort zur Sache geht. Unsere Yourzz-Reporter haben mal in Hamm nachgehört.

Um jegliche Zweifel und Ängste aus dem Weg zu räumen, sprach Yourzz-Reporter Tim Mielke mit den Fahrlehrern Jürgen Hoffmann (46) von Hoffmanns Fahrschulen und mit Stefan Kapellari (48) von Stefans Fahrschule.

Warum Sind Sie Fahrlehrer geworden?

Hoffmann: Ich bin damals bei der Bundeswehr gewesen und habe mich für diese Ausbildung beworben, weil es mir unheimlich Spaß machte und ich Gefallen daran fand. Deshalb wollte ich unbedingt Fahrlehrer werden. Nachdem ich dafür gekämpft hatte, konnte ich mir dann auch meinen Traum verwirklichen.

Kapellari: Ich war bei der Bundeswehr, wollte mich dort weiter verpflichten, und mir wurde die Stelle als Fahrlehrer angeboten. Außerdem war ich schon im Transportzug für Gefahrengut, da war der Sprung nicht weit.

Was halten Sie von dem begleiteten Fahren ab 17 (BF17)?

Hoffmann: Das BF17 ist sehr gut. Das Ganze ist als Modellversuch gestartet und ist heutzutage ein voller Erfolg. Das Anfängerrisiko wird optimal reduziert, somit dann auch die Unfallstatistik. Mit dem BF17 gibt es seither keine Probleme, außerdem gibt es nur Positives zu berichten. BF17 kann den Fahrschülern die Angst nehmen, somit machen sie weniger Fehler. Was man leider nicht mindern kann, ist der jugendliche Übermut.

Ist etwas dran am Gerücht, dass manche Fahrprüfer bestimmte Fahrschüler durchfallen lassen?

Fahrlehrer Stefan Kapellari.

Kapellari: Nein, das ist völliger Quatsch, der meistens von den Fahrschülern selbst in die Welt gesetzt wird. Der Fahrprüfer ist ein objektiver Beifahrer, der keine Fehler sucht, sondern nur sehen will, dass du für deine spätere Laufbahn als Fahrer optimal gerüstet bist. Der Prüfer macht ja nicht selbst die Fehler, meistens ist es der Fahrschüler.

Welche Gruppen von Fahrschülern lernen am schnellsten? Gibt es Unterschiede?

Hoffmann: Womit ich nur Erfahrungen gemacht habe, ist, dass Abiturienten die Theorie meist ohne größere Probleme bestehen, sich in der Praxis genauso verhalten wie alle anderen. Ich kann nur immer wieder sagen: Den einen liegt das Autofahren und den anderen eben nicht so. Aber genau dafür sind sie in der Fahrschule, um das zu lernen.

Kapellari: Das kann man heutzutage überhaupt nicht mehr sagen. Heutzutage sind die Interessen ganz anders. Den einen liegt das Fahren, anderen weniger. Manche lernen es schneller, und die anderen brauchen etwas mehr Zeit.

Gibt es Möglichkeiten für Fahrschüler, die nicht so viel Geld haben oder den Führerschein aus eigener Tasche bezahlen müssen, den Betrag anders zu finanzieren?

Kapellari: Ja, natürlich gibt es diese Möglichkeit. Es gibt eine Bank beziehungsweise eine Starthilfe, die den Betrag übernimmt.

Hoffmann: Den Betrag zahlt man dann ratenmäßig an die Bank zurück. Voraussetzungen sind allerdings, dass man ein geregeltes Einkommen hat oder jemand die Bürgschaft übernimmt.

Quelle: wa.de

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