Halloween: Reporterin Julia Oelker über ein Fest der Generationen

HAMM - Halloween Abroad: Eine schaurig, grüne Erfahrung im Land der Kobolde. yourzz-Reporterin Julia Oelker berichtet aus Cork, einer Stadt im Süden von Irland, über ihre Erfahrungen rund um das Fest des Gruselns.

Von Julia Oelker

Ende Oktober und man findet noch keine Lebkuchen und Schoko-Weihnachtsmänner im Supermarktregal?! - In Deutschland ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Ein kleines Land, bekannt für Kobolde und seine keltische Vergangenheit - und neben diesen romantischen Attributen natürlich auch für den guten Whiskey und das Guinness - entzieht sich noch dieser vorweihnachtlichen Stimmung. Die Uhren werden erst nächste Woche endgültig auf Weihnachtszeit umgestellt.

Hier in Irland steht seit Wochen nur ein Fest im Mittelpunkt, das in der Nacht von Donnerstag auf Freitag seinen schauerlichen Höhepunkt findet: Halloween.

Über die Autorin: 

yourzz-Reporterin Julia Oelker studiert Medienwissenschaft und BWL an der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen ihres Studiums verbringt die 20-jährige Hammerin ein Auslandssemester in Irland. Am University College in Cork, einer Stadt im Süden des Landes, versucht sie nicht nur ihr Englisch zu verbessern, sich Wissen für ihr weiteres Studium und Arbeitsleben anzueignen, sondern auch eine neue Kultur kennenzulernen.

Das bedeutet auch Halloween auf eine andere Art und Weise kennenzulernen, als sie es aus Deutschland gewöhnt ist.

An jeder Ecke locken ganzjährig geöffnete Kostümgeschäfte mit schaurigen Masken und Deko für Haus und Garten. Totenköpfe, Spinnenweben, Skelette. Auf den Straßen trifft man seit Tagen kleine Vampire und besonders gruselige Hexen, die sich oft als Süßwarenverkäuferinnen entpuppen. Die Süßigkeitenläden erst. Eigentlich kann man sagen, jeder Supermarkt ist im Moment ein Süßwarenladen. Dort wird jede erdenkliche Süßigkeit, die man sich vorstellen kann, in handlichen Größen verkauft, damit man sie leichter verteilen kann, wenn die Kinder an den Türen klingeln und eine süße Belohnung dafür verlangen, dass sie das Haus der Bewohner vor bösen Streichen verschonen.

Sogar in der Universität steht Halloween im Mittelpunkt. Filmkurse haben Horrorfilme auf dem Programm, Kunstgruppen laden zum Kürbisverzieren ein. Selbst H&M und Primark laden zum lustigen Halloween-Shopping ein. Große Banner in der Stadt verweisen auf Feste und die Studentenwohnheime laden in Rundmails zu verschiedensten Partys ein.

Die Leute hier feiern nicht nur Halloween. Sie leben es. Man fühlt die Euphorie, die Vorfreude und aus allen Ecken hört man Diskussionen über Kostüme und Partys.

Mit Halloween in Deutschland kann man das, was hier passiert, nicht vergleichen. Dort ist es noch selten, dass Kinder durch die Straßen ziehen und nach Süßigkeiten fragen. Vor allem Teenager und junge Erwachsene nutzen die Zeit, um Kostümpartys zu feiern. Aber mehr ist es bei uns nicht. Hier scheint es fast so, als habe Halloween nahezu den gleichen Stellenwert wie Weihnachten.

Man könnte sagen, die Iren haben nur einen weiteren Tag gesucht, an dem sie ohne Ausreden so viel trinken können, wie sie wollen. Aber hier feiern nicht nur feierwütige Guinness-Freunde sondern alle Generationen. Halloween wird hier zelebriert. Es ist ein Fest für Kinder genauso wie für Erwachsene. Eine einmalige Erfahrung. Schade nur, dass der 1. November hier kein Feiertag ist.

Schmink-Tutorial zu Halloween

Bildergalerie mit Anleitung:

Ein Schmink-Video in Zeitraffer: 

Quelle: wa.de

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