Auch zwei Deutsche ist dabei

Golden Globes: Das sind die Nominierungen

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Das Historien-Drama "Lincoln" von Regisseur Steven Spielberg (rechts) mit Daniel Day-Lewis in der Hauptrolle könnte der große Abräumer bei den Golden Globes werden 

Los Angeles - Bei der Verleihung der Golden Globe Awards im Januar ist mit Geschichten von Bürgerkriegen, Sklavenhandel und Terrorismus großes Hollywood-Kino angesagt. Zwei Deutsche mischen mit.

Steven Spielbergs Historiendrama „Lincoln“ - über den Kampf des US-Präsidenten Abraham Lincoln gegen Sklaverei und Bürgerkrieg - trumpft mit sieben Nominierungen auf. Der zweifache Globe-Gewinner Spielberg holte damit seine zwölfte Anwartschaft. Für „Lincoln“-Star Daniel Day-Lewis ist es die siebte Nominierung. Der Schauspieler hatte zuvor für „There Will Be Blood“ (2008) gewonnen.

„Django Unchained“, der brutale Western von Quentin Tarantino über den Sklavenhandel im tiefen Süden der USA, holte fünf Nominierungen. Es ist ein blutiger Clash zwischen Christoph Waltz als Kopfgeldjäger und Leonardo DiCaprio als brutaler Sklavenbesitzer, beide sind für Nebenrollen-Globes nominiert. Ein mögliches Déjà Vu für Waltz: Der gebürtige Wiener hatte 2010 seinen ersten Globe als bester Nebendarsteller mit dem Tarantino-Film „Inglourious Basterds“ gewonnen.

Auch der Politthriller „Argo“ von und mit Ben Affleck über eine aberwitzige CIA-Befreiungsaktion von US-Geiseln im Iran hat fünf Gewinnchancen. Um Terror und Geheimdienste geht es auch in Kathryn Bigelows „Zero Dark Thirty“. Der Film über die Jagd auf Osama bin Laden mit Jessica Chastain als CIA-Agentin könnte bei der Preisverleihung im Januar vier Goldene Weltkugeln einheimsen.

Selbst in der Sparte „Komödie/Musical“ sieht es recht düster aus. Dort holte das Kostüm-Musical „Les Misérables“ nach dem Roman „Die Elenden“ von Victor Hugo vier Nominierungen. Die Darsteller Hugh Jackman und Anne Hathaway können auf Trophäen hoffen.

Bei der letzten Globe-Verleihung lag die einzige deutsche Hoffnung auf dem Schauspieler Michael Fassbender. Der gebürtige Heidelberger war für seine Rolle als Sexsüchtiger in „Shame“ nominiert gewesen, unterlag am Ende aber seinem Kollegen George Clooney. Diesmal könnten Tom Tykwer und der Filmkomponist Reinhold Heil mit ihrer Musik für „Cloud Atlas“ einen Globe holen.

Wie erwartet schaffte es auch der in München geborene Österreicher Michael Haneke mit seinem Drama „Liebe“ ins Rennen um die Weltkugel für den besten ausländischen Film. Das mehrfach ausgezeichnete Drama mit den französischen Altstars Emmanuelle Riva (85) und Jean-Louis Trintignant (81) könnte Haneke seine zweite Globe-Trophäe bescheren. Der 70-jährige Regisseur hatte 2010 bereits mit seinem Drama „Das weiße Band“ Erfolg.

Die Globes sind immer wieder für Überraschungen gut. Vergeben werden sie von gerade mal 90 Auslands-Journalisten der Hollywood Foreign Press. Zyniker sagen ihnen nach, dass sie größten Wert auf namhafte Stars legen. So schlug es 2010 wie ein Blitz ein, als das von Kritikern verrissene Hollywood-Debüt „The Tourist“ des deutschen Oscar-Preisträgers Florian Henckel von Donnersmarck mit den Stars Angelina Jolie und Johnny Depp drei Nominierungen holte.

Auch diesmal gibt es unerwartete „Star“-Nominierungen. Richard Gere schaffte es mit seiner Rolle in dem wenig bekannten Finanz- Thriller „Arbitrage“ unter die besten Dramadarsteller. Nicole Kidman, die in dem Independent-Drama „The Paperboy“ die Geliebte eines Todeszellenkandidaten spielt, könnte als Nebendarstellerin gewinnen. Meryl Streep, die erst im vorigen Januar als Margret Thatcher in „Die Eiserne Lady“ ihre achte Globe-Trophäe absahnte, könnte diesmal als frustrierte Ehefrau in der Komödie „Wie beim ersten Mal“ punkten. Es ist ihre 27. Globe-Nominierung.

Der Filmgeschmack der Juroren sorgte schon häufiger für Überraschungen und Kritik. Doch die Verleihzeremonie, die am 13. Januar im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills über die Bühne geht, hat zumindest den Ruf als fröhlichste Preisgala Hollywoods. Schon während der Live-Show - statt erst bei der Party danach - fließt reichlich Champagner.

dpa

Quelle: wa.de

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