Girls' Day in Soest

Abschied von traditionellen Rollenbildern nehmen

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Auftaktveranstaltung zum Girls’ Day (von links): Andrea Jolmes (Hochsauerlandkreis), Andrea Bergmann (Kreis Soest), Cornelia Homfeldt (Arbeits-Agentur Meschede-Soest), Susanne Raths (Unternehmensverband Westfalen-Mitte) und Petra Goldfuss (DGB Region Dortmund-Hellweg).

SOEST - „Klick“ muss es machen, davon sind die Akteure des regionalen Netzwerkes für den Girls’ Day überzeugt. Es ist ihnen wichtig, dass sich junge Leute bei der Berufswahl von klassischen Rollenbildern verabschieden, um die Potenziale, die in ihnen stecken, voll auszuschöpfen.

Viele modebewusste Mädchen möchten gern Friseurin werden, nennt Petra Goldfuss vom DGB, Region Dortmund-Hellweg, ein Beispiel. Sollten sie sich aber wirklich nur auf eine einzige Möglichkeit fokussieren? Die Palette ist oft viel umfangreicher, als sie ahnen. Wie wäre es, wenn sie künftig den Blaumann überstreifen? Zeitig damit beginnen, mögliche Wege aufzuzeigen und dabei Hand in Hand arbeiten, um die einzelnen Bausteine zusammenzufügen, dieses Anliegen kam jetzt auch bei einer Fachtagung im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg zur Sprache.

Arbeitswelt

Mädchen der Schulklassen fünf bis zehn blicken am 23. April wieder hinter die Kulissen: An diesem Tag sind Betriebe, insbesondere aus dem gewerblich-technischen Bereich, sowie Hochschulen aufgefordert, nach Möglichkeit mit den Schülerinnen einen Tag „Arbeitsleben live“ zu gestalten. Für den Kreis Soest und den Hochsauerlandkreis hat sich 2001 auf Anregung der regionale DGB-Frauen ein unterstützendes Girls’-Day-Netzwerk gegründet.

„Gerade in unserer Region gibt es im verarbeitenden Gewerbe und in technischen Berufen gute Aussichten auf einen dauerhaften Arbeitsplatz. Leider ziehen Mädchen diese Chancen oft gar nicht in Betracht. Der Girls’ Day ist eine gute Gelegenheit, im Verlauf der Schulzeit verschiedene technische und naturwissenschaftliche Berufe kennenzulernen“, betont Cornelia Homfeldt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeits-Agentur Meschede-Soest und Mitglied des Netzwerkes.

„KAoA“ – diese Abkürzung steht für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ – ein Vorhaben, mit dem die Landesregierung erreichen möchte, dass Schüler ohne Umwege und ohne Warteschleife in Beruf oder Studium kommen. Lehrer, Berater, Unternehmer, Personalchefs, die junge Menschen begleiten, sprachen beim Termin in Soest über die Herausforderung, Schüler gezielt nach ihren Stärken zu unterstützen, damit sie eine gute Lebensperspektive erschließen – gleichzeitig ein Beitrag, Fachkräfte zu gewinnen.

Einen kritischen Blick auf angeblich geschlechtertypische Zuschreibungen richten – auch dieser Ansatz steht im Mittelpunkt des Zukunftstages, der sich an Mädchen, parallel aber auch an Jungen richtet. „Denn“, so hieß es bei der Auftaktveranstaltung, „frühe Vorbereitung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ausbildung.“ - Köp.

Quelle: wa.de

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