Drittklässler der Petrischule unterwegs im Internet

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Immer vorsichtig sein, nie zu viel verraten! Die Drittklässler der Petrischule holten sich gestern im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg Verhaltenstipps für das Surfen im weltweiten Netz.

SOEST - Wie fliegen die Daten durchs W-Lan? Ich möchte mich bei Facebook abmelden, aber wie geht das? Das sind Fragen höchst interessierter und wissbegieriger Schüler. Zwar besuchen sie noch die Grundschule, doch gestern bedienten sie im Hubertus-Schwartz-Berufskolleg Tastatur und Maus.

So schön die bunten Bilder auf dem Monitor auch sind, welch weite Welten sich auf Knopfdruck öffnen und wie viele Möglichkeiten sich auch auftun, immer tiefer ins Meer der Informationen einzutauchen: Wer sich im Internet tummelt, der sollte auf jeden Fall die Sicherheitsregeln beherzigen. Denn hinterm schnellen, bedenkenlosen Klick steckt oft auch ein Risiko. Das brachten die angehenden „Kaufmännischen Assistenten Informationsverarbeitung“ den Kindern der Klasse 3c nahe. Die waren gestern Morgen die paar Schritte von der Petrischule zum benachbarten Kolleg gelaufen, um mit den jungen IT-Fachleuten um Lehrer Thomas Franke ins Gespräch zu kommen und das, was sie in der Theorie erfuhren, auch in der Praxis zu erproben.

Sie hörten, wie wichtig es ist, nicht zu vertrauensselig zu sein, sondern stets Obacht zu geben und auch daran zu denken, wie viele Hinweise sie hinterlassen. Nur nicht gleich im sozialen Netzwerk die komplette Lebensgeschichte ausplaudern! Die Jungs aus dem 12. Jahrgang zeigten den Besuchern die möglichen Schattenseiten des virtuellen Universums auf und gaben Verhaltenstipps, damit sie sich nicht in den Fallstricken verheddern.

An Themen herrschte kein Mangel. Da ging’s um die Kommunikation per E-Mail und um den Chat. Die Experten gingen zudem auf das Urheberrecht ein. Was der Begriff konkret bedeutet, wurde am eindrucksvollen Beispiel klar: Höchst ärgerlich, wenn das eigene Kunstwerk plötzlich auf der Seite eines fremden Anbieters auftaucht, der sich frei bedient und nicht um Erlaubnis gefragt hat.

Informieren und den Umgang mit dem Computer thematisieren – dieses Anliegen steht im Mittelpunkt des Projektes, das die Eltern ebenfalls einbezieht und das Thomas Franke auch für den Klicksafe-Wettbewerb einreichte. Dabei geht es um vorbildliche Beiträge zur sicheren Nutzung des Internets. Vielleicht klappt’s ja mit der Bewerbung, und die Kolleg-Schüler werden im Juni zur Siegerehrung eingeladen, um dann mit dem „Award“ nach Soest zurückzukehren.

Begeistert saßen die Drittklässler gestern an den Rechnern. Thomas Franke legt Wert drauf, auch auf die Gefahren anonymer Nachrichten hinzuweisen. Wer annimmt, nicht erkannt zu werden und seinen Namen nicht nennen muss, scheut sich oft nicht, munter Beschimpfungen loszulassen – ein Grund, mit den Kindern über Mobbing zu sprechen.

Silvia Hohmann, Klassenlehrerin der 3c, zeigte sich gestern angetan von der Qualität der Vorträge. Der Nutzen dieser Runden liegt auf beiden Seiten: Die einen lernen die Technik von versierten Spezialisten, die anderen üben, ihr Wissen professionell zu vermitteln. - Köp.

Quelle: wa.de

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