BUND-Jugend geht für Umweltschutz voran

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Hühner, Schweine und andere Tiere jagen mit Mistgabeln das Transatlantische Handelsabkommen (TiPP) davon: In Berlin fanden sich im Januar BUND-Jugendliche auch aus Soest zusammen, um unter dem Motto „Wir haben es satt“ gegen die Agrarpolitik zu demonstrieren.

SOEST - Menschenketten, Demos und Straßentheater: Jugendliche, die sich für Umweltschutz stark machen und eigene Ideen umsetzen wollen, finden bei BUND-Jugend Unterstützung. Das Team der Landesgeschäftstselle in Soest bietet Leuten bis 27 Jahren die Möglichkeit, ihre Stimme für den Umweltschutz zu erheben.

Von Milena Breiter

„Wir überlegen gemeinsam, wie man Themen wie eine nachhaltige Zukunft nach außen tragen kann, wie man Bürger erreicht und über Umweltprobleme aufklärt“, erläutert Marie Joram, Jugendbildungsreferentin beim BUND. Fehlendes Bewusstsein sei meist das Problem, sagt sie. Mit Aktionen wie der „Wir haben es satt“-Demo gegen Gentechnik und Co. in Berlin und einer Kleidertauschbörse in Soest gegen den Massenkonsum soll jedoch informiert und ein Signal gesetzt werden.

„Dabei entsteht meist eine tolle Gruppendynamik, weil wir gemeinsam ein Ziel verfolgen. Freundschaften ergeben sich, auch über Deutschland hinaus – denn Umweltschutz kennt keine Ländergrenzen“, erklärt Joram. Auch wer Lust auf eine besondere Ferienfreizeit hat, findet bei der BUND-Jugend Angebote: Dass es auch mal eine Woche ohne Geld geht, kann zum Beispiel beim Projekt „Ohne Geld durch die Welt“ gelernt werden. Mit Improvisation und Tauschgeschäften auf der Straße versucht man gemeinsam, „mal so“ über die Runden zu kommen und sammelt ungewöhnliche Erfahrungen.

Seit November gibt es eine Ortsgruppe der BUND-Jugend in Soest. Gemeinsam wird zum Beispiel vegan gekocht und diskutiert, wie Umweltschutz vor Ort funktionieren kann. „Der Treff ist für offen für alle – jeder kann seine Ideen mitbringen und aktiv werden“, sagt Joram. Im „Kater“ wurde schon ein klimafreundlicher Brunch organisiert und im „Schlachthof“ soll bald ein Gartenworkshop stattfinden.

Die Resonanz der Aktionen ist gut – bald sollen sie darum auch regelmäßiger stattfinden. Wer im Alltag etwas für die Umwelt tun will, für die hat die Gruppe auch ein paar Tipps: Ein fleischfreier Tag pro Woche trage schon zu besserem Klima bei, Standby-Geräte auszuschalten und Waschmaschinen möglichst voll zu machen, spare Energie. Und ein Flohmarktbesuch statt eines neuen Drei-Euro-T-Shirts mache nicht nur Spaß, sondern wirke auch mit hochwertigerer Secondhand Mode dem schädlichen „Fast-Fashion“ Trend entgegen.

www.bundjugend-nrw.de. Telefon 02921/33640. Treffen jeden ersten und dritten Montag, Paradieser Weg 19.

Quelle: wa.de

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