Festivalstimmung in der Schule

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Ausgelassen feierten die Schüler an der Bodelschwinghschule

Soest - Die letzten Takte von „Geiles Leben“ waren gestern noch nicht ganz verklungen, da brandete tosender Applaus auf beim Bandfestival an der Bodelschwinghschule, Förderschule des Kreises mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung.

Und das ganz zu Recht, hatte die Schulband „Unser Moment“ einen mitreißenden Auftritt auf der Bühne hingelegt: Es war eben genau ihr Moment, den sie im Scheinwerferlicht genießen konnte. Das Publikum jedenfalls war begeistert. Schon zum vierten Mal fand dieses Bandfestival an der Schule im Soester Norden statt, und bereits zum zweiten Mal traten jetzt Gruppen von Regel- und Förderschulen miteinander auf. 

„Unser Bandfestival hat absolut inklusiven Charakter“, freut sich Konrektorin Nicole Henning über den Zuspruch aus den anderen Soester Schulen. Und so konnten am Dienstagmorgen in den Räumen der Mensa etwa die Schülerband der Pauli-Hauptschule, die Band „Soundcheck“ vom Archi-Gymnasium, die „The Swallows“ vom Convos-Gymnasium und die Band „Archi GiG“ mit ihren Songs die Schüler und ihre Gäste begeistern. Da gab es keinen, der nicht im Takt mitwippte, die Hände zum Sound in die Höhe reckte und mit dem Ende der Songs klatschte, was das Zeug hält. Mitsingen natürlich inbegriffen.

Das Festival, auf das sich Schüler und Lehrer freuen und das lange Zeit schon vorbereitet wird, soll nicht zuletzt den Kontakt zwischen Schülern mit und ohne Förderbedarf und den entsprechenden Soester Schulen intensivieren, so Nicole Henning. Und da bringt sich jeder ein: Die Klasse 8 grillt fleißig Würstchen, organisiert Salate und Brötchen – kümmert sich kurz gesagt ums Catering. Eine 5. Klasse sorgt für die Getränke und die 7a führt „Bodypercussion“ vor. Alle sind eingebunden und haben Teil am Ganzen. Noch bevor die „eigene“ Schulband die Bühne betritt, werden auch die Gastbands bejubelt. 

Und dann ist es endlich soweit. Die Lehrer Jan Gerdts und Judith Witte, an der Bodelschwinghschule zuständig für die Schulband, haben zuvor alles Organisatorische erledigt. Die Band „Unser Moment“, die aus Schülern im Alter zwischen elf und 19 Jahren besteht, hat im aktuellen Schuljahr jede Woche einmal fleißig geübt, in den vergangenen Wochen natürlich auch mehrmals. Dann stehen sie endlich auf der Bühne, begleitet von Lehrer Jan Gerdts, der mit einem Farbsystem auf einer Tafel, das den Noten zugeordnet wurde, Hilfestellung leistet. Die ersten Töne erklingen, Beifall brandet auf. Ohne Zugabe wird „Unser Moment“ natürlich nicht entlassen, das machen sie gerne, wie man den strahlenden Gesichtern ansieht. Der Applaus ist eben immer noch die beste Auszeichnung. - kie

Quelle: wa.de

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