Ausbildungsreihe: Medizinische Fachangestellte

Hasret Erdogan macht Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten

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Hasret Erdogan

HAMM - Sie sind meist die ersten Personen, denen man in einer Artzpraxis begegnet, und sie stehen dem behandelnden Arzt zur Seite: medizinische Fachangstellte. Die 20-jährige Hasret Erdogan hat sich für genau diese Ausbildung entschieden.

Hasret erzählt yourzz-Reporter Lucas Slunjski im Interview, warum sie diesen Beruf gewählt hat und was die Ausbildung beinhaltet.

Warum hast du dich dafür entschieden genau diese Ausbildung zu durchlaufen und welche Voraussetzungen musstest du mitbringen?

Hasret: Ich habe die mittlere Reife am Elisabeth-Lüders-Berufskolleg erreicht und mich schon während der Schulzeit auf eine spätere Ausbildung im Gesundheitswesen intensiv vorbereitet. Dadurch ist mein Interesse immer weiter gestiegen, sodass ich schließlich ein Praktikum in einer Zahnarztklinik absolviert habe. Danach stand für mich endgültig fest, dass ich eine Ausbildung in diesem Bereich machen möchte. Ich habe mich dann beworben und schließlich 2012 in der Praxis von Herrn Doktor Thorsten Neumann einen Ausbildungsplatz bekommen.

Während deiner Ausbildung muss du auch die Berufsschule besuchen. Wie hoch ist der Anteil der Theorie und welche Prüfungen muss du ablegen? Was sind deine Aufgaben in deinem Praxisteil der Ausbildung?

Hasret: Während des ersten und zweiten Ausbildungsjahres musste ich zweimal wöchentlich zur Berufsschule. Nach dem zweiten Jahr muss man eine Zwischenprüfung ablegen. Nun bin ich im dritten Ausbildungsjahr und muss noch einmal wöchentlich zur Berufsschule. Während der restlichen vier Tage in der Woche bin ich in der Praxis. Nach dem dritten Jahr steht mir dann meine große Abschlussprüfung, die aus einem schriftlichen und mündlichen Teil besteht, bevor. Meine Aufgaben sind beispielsweise die Verwaltung der Patientendaten, die Beratung der Patienten und den Arzt unterstützende Aufgaben, wie zum Beispiel Blut abnehmen oder Blutdruck messen.

Hast du es bis jetzt jemals bereut, dich für diese Ausbildung entschieden zu haben? Wo siehst du dich selber in zehn Jahren?

Hasret: Nein, ich habe es nie bereut. Die Ausbildung macht mir immer noch sehr viel Spaß. Sie ist anspruchsvoll, aber die Kolleginnen sind alle jederzeit hilfsbereit und unterstützen mich bei allem. Durch mein vorheriges Praktikum und die intensive Vorbereitung auf dem Berufskolleg wusste ich schon, was mich erwartet, sodass ich mir bereits zu Beginn der Ausbildung sicher war, dass es das ist, was ich machen möchte. Ich lerne viel und habe nach dem Ende der Ausbildung dann einen wirklich sehr guten Abschluss. Selber sehe ich mich dann immer noch in diesem Berufsfeld, beziehungsweise auf jeden Fall in einem ähnlichen Beruf. Da war ich mir von Anfang an sehr sicher.

Während deiner Ausbildung begegnest du in der Praxis täglich kranken Menschen. Wie gehst du mit den Patienten um? Hast du selber Angst, dass du dich anstecken könntest?

Hasret: Eine offene und freundliche Art ist natürlich immer von Vorteil. Ein kleines Lächeln und der Patient fühlt sich sofort sicherer. Man kümmert sich um den Patienten und klärt ihn beispielsweise über den nächsten Schritt der Behandlung auf. Ich selber habe keine Angst vor Krankheiten. Vor der Ausbildung muss man unbedingt seine Impfungen auffrischen. Besonders wichtig ist hierbei die Hepatitis B-Impfung. Ansonsten ist natürlich ein häufiges Desinfizieren der Hände besonders wichtig, um so alle Krankheitserreger abzutöten.

Quelle: wa.de

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