83 Aussteller

Ausbildungsmesse lockt gut 2000 Schüler

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Sarah Pohlenz und Uli Schäfer (l.) gaben den Schülern Auskunft über die Ausbildungswege als Rettungsassistent und Mitarbeiter der Feuerwehr. „Zu uns kommen viele Mädchen. Das ist gut so – wir brauchen Frauen“, betonte Sarah Pohle

Lüdenscheid - 83 Unternehmen und Einrichtungen aus Lüdenscheid und Umgebung als Aussteller, Informationen über rund 90 Ausbildungsberufe, gut 2000 Schüler als Besucher: Das sind die beeindruckenden Zahlen, welche die 4. Ausbildungsmesse, die Mittwochnscheider Kulturhaus stattfand, zu einem großen Erfolg machten. Viele Unternehmen hatten ihre derzeitigen Auszubildenden mit an die Messestände gebracht – was die Schüler, die den Tag als Infobörse für die Planung ihrer beruflichen Zukunft nutzten, begeisterte.

Am Stand der Firma Gerhardi konnten sich die Schüler über kaufmännische und technische Ausbildungsmöglichkeiten, die das Unternehmen bietet, informieren.

Von Maike Förster

Eine Ausbildung als Dachdecker? Oder doch lieber die Beamtenlaufbahn bei der Polizei? Die Schüler der weiterführenden Schulen, die noch nicht wissen, wohin die Reise beruflich gehen soll, waren gut beraten, gestern im Lüdenscheider Kulturhaus die 4. Ausbildungsmesse zu besuchen. Rund 2000 Schüler und viele Eltern nahmen das Angebot an. Von A wie Amtsgericht bis Z wie Zdi-Netzwerk technik_mark: 83 Aussteller aus Lüdenscheid und umgebung zeigten, was der Ausbildungsmarkt der Bergstadt an Möglichkeiten bietet.

Schieferherzen konnten die Schüler am Stand der Dachdeckerinnung unter Anleitung selber herstellen.

Zum ersten Mal dabei war die Dachdeckerinnung, die sich mit einem Wagen und einem Stand vor dem Kulturhaus postiert hatte. Selbst Hand anlegen konnten die Schüler, indem sie Herzen aus Schiefer klopften oder unter Anleitung mit Folienabdichtungen arbeiteten. „Wir haben massive Nachwuchsprobleme. Und deshalb müssen wir unseren Beruf vorstellen und zeigen, wie interessant und vielseitig er ist“, erklärten die Dachdeckermeister Thomas Müller und Gernot Rescher. Auch für Mädchen sei die Ausbildung zum Dachdecker attraktiv. „Heute gibt es so viele Hilfsmittel, dass der Beruf auch für Frauen körperlich nicht mehr zu schwer ist“, betonte Gernot Rescher. Charris, Neuntklässler an der Theodor-Heuss-Realschule, konnten die Dachdecker überzeugen: „Ich finde den Beruf total spannend. Ich denke, das wäre was für mich.“

Michelle Bahr und Michelle Hort informierten sich bei der Polizeibeamtin Anna Römer über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei.

Michelle Hort und Michelle Bahr von der Adolf-Reichwein-Gesamtschule hatten sich aus dem dicken Veranstaltungskatalog vor allem die Firmen ausgesucht, die Ausbildungen im technischen und kaufmännischen Bereich anbieten. „Ich möchte gerne Werkzeugmechanikerin werden, weil ich am liebsten mit den Händen arbeite“, erklärte Michelle Bahr. Michelle Hort informierte sich derweil bei Unternehmen wie Werner Turck und Gerhardi über kaufmännische Ausbildungen. „Die Messe ist toll. Hier vor Ort bekommt man einfach ganz andere Infos als im Internet. Man kann Fragen stellen und an vielen Ständen auch die Produkte sehen, welche die Firmen herstellen“, erklärten die beiden Mädchen.

Aber auch eine Ausbildung bei der Polizei kam für die beiden Gesamtschülerinnen in Frage. Am Stand holten sie Informationen von Anna Römer und Lutz Kudera ein. „Es kommen heute viele Schüler, die sich für die Polizeilaufbahn interessieren. Mir ist aufgefallen, dass viele Jungen und Mädchen gut informiert sind und wissen, dass man nicht mehr zwingend das Abitur haben muss, um bei uns eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Das finde ich richtig gut“, betonte Polizist Lutz Kudera.

Quelle: wa.de

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