Alde-Schüler klären über Suchtgefahren auf

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Süchtig nach Computerspielen? Nur noch eben das nächste Level erreichen? Schüler wollen am Alde ihre Mitschüler über Gefahren aufklären.

SOEST - Tagelanges Computerspielen, verqualmte Raucherecken, übermäßiger Alkoholkonsum – im Laufe ihrer Schulzeit stehen Schüler aller Schulen einem gefährlichen Umgang mit möglichen Suchtmitteln gegenüber.

Das Aldegrever-Gymnasium verschließt sich nicht davor. Vielmehr sollen die Schüler von Anfang an so in ihrer Persönlichkeit gestärkt und mit dem notwendigen Wissen ausgestattet werden, dass sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit möglichen Suchtmedien und -mitteln befähigt sind. Deshalb haben zehn Schüler des achten und des neunten Jahrgangs an einer mehrtägigen Ausbildung zu sogenannten Multiplikatoren im Bereich Suchtvorbeugung teilgenommen.

Hochmotiviert und mit zahlreichen Ideen wollen sie ab jetzt aktiv Verantwortung in diesem Bereich übernehmen.Die Arbeit mit Schülern des künftigen fünften und sechsten Jahrgangs wird dabei für die Multiplikatoren zentral sein. Gerade aufgrund ihres Alters können die Multiplikatoren gegenüber den jüngeren Schülern ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Identifikationsmöglichkeiten entwickeln. Sie wollen die jüngeren Schüler im nächsten Schuljahr in ihren Klassen und während der Landheimaufenthalte besuchen und ihnen allgemein als Ansprechpartner zur Verfügun stehen.

Die Multiplikatoren und ihre Lehrer in der Jugendherberge: Jan Lecher, Eileen Schoemaker (9c), Stefan Bügler (9c), Silas Schwarzkopp (9d), Svenja Keweloh (9a), Laurentia Sehner (8a), Hannah Saurbier (8a) und Nanni Schulte; Felix Preuß (8a), Viviane Koch (9d), Antonia Schräder (9a), Carina Bahne (8a), Marie Lamminger (8a), Nicola Bense (9a) und Lea Maiwald (9d).

Gleichzeitig wollen sie mit den Klassenlehrern und mit den Eltern der jüngeren Schüler zusammenarbeiten, etwa indem sie Elternabende mitgestalten und an der Weiterentwicklung eines neuen Gesamtkonzepts zur Suchtprävention beteiligt sind. Zu den Ideen der Multiplikatoren gehört auch die Pflege eines Standes mit Informationen über ihre Arbeit, verschiedenen Broschüren und einem Kummerkasten.

Den Rahmen für all diese Vorhaben bildet eine AG. Hier werden die Multiplikatoren die Möglichkeit haben, ihre Arbeit zu planen, sich auszutauschen und sich selbst weiter mit dem Umgang mit Suchtmedien und -mitteln zu beschäftigen. Schon während der Ausbildung der Multiplikatoren standen Methoden, die eine intensive Auseinandersetzung mit der Entstehung von Süchten und dem eigenen Umgang mit Suchtmedien und -mitteln ermöglichten, im Mittelpunkt.

Dazu gehörte zum Beispiel das Tankmodell, das verdeutlicht, inwiefern Suchtmedien und -mittel zu einem problematischen Ersatz für die Bewältigung von Schwierigkeiten im Alltag werden können. Methoden aus dem Bereich der rlebnispädagogik haben das Vertrauen der Schüler zueinander und somit den Zusammenhalt der Gruppe gestärkt.

All diese Methoden können sie in der Zusammenarbeit mit jüngeren Schülern anwenden. Die Ausbildung fand jetzt an drei Tagen in der Jugendherberge Soest statt, in der die Schüler auch übernachteten. Sie wurde von der Diplom-Pädagogin Kornelia Witt vom Kreisgesundheitsamt und von Burkhard Pukrop von der Kreispolizei übernommen. An zwei weiteren Nachmittagen werden Witt und Pukrop die Ausbildung mit den Multiplikatoren fortsetzen.

Quelle: wa.de

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