Industriepräsident fordert TTIP-Abschluss noch 2016

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Industriepräsident Ulrich Grillo fordert bessere Informationen der Bürger durch die EU-Kommission. Foto: Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Industriepräsident Ulrich Grillo hat mit Nachdruck einen Abschluss des umstrittenen Handelsabkommens TTIP zwischen der EU und den USA noch in diesem Jahr gefordert: "Ich bin sehr zuversichtlich, was eine grundlegende Verständigung betrifft."

"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", sagte der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) einer Mitteilung vom Sonntag zufolge in Berlin. Grillo betonte zugleich, Qualität gehe vor Schnelligkeit. "Ein TTIP light kommt für uns nicht in Frage. Nur mit einem guten TTIP können wir die Regeln der Weltwirtschaft mitgestalten und in Europa wie den USA Wachstum und Arbeitsplätze schaffen."

TTIP ist besonders in Deutschland umstritten. Gegner des Freihandelsabkommens befürchten eine Senkung von Standards und kritisieren mangelnde Transparenz bei den Verhandlungen.

Grillo forderte, die EU-Kommission müsse die Bürger besser über die Verhandlungen informieren. "Dabei muss sie auch Sorgen ernst nehmen", sagte der Industriepräsident. "Das tut sie am besten, indem sie erklärt: Von einem starken TTIP haben alle Bürger etwas." Der BDI wirbt seit langem für das transatlantische Handelsabkommen.

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