Hypo Group Alpe Adria: Klage gegen Vorgänger

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Die ehemalige Kärntner Landesbank hat sich als Milliardengrab erwiesen.

Wien - Der neue Vorstand der Krisenbank und ehemaligen BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) will seine Vorgänger vor Gericht bringen.

Man wolle schon im September erste Schadenersatzklagen gegen jene einbringen, die der Bank Schaden zugefügt haben, sagte der neue HGAA-Chef Gottwald Kranebitter am Freitag bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Fünf Klagen seien praktisch fertig.

Die Ansprüche aus allen geplanten Klagen summierten sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag, sagte Kranebitter. Er hoffe, dass bis Mitte 2011 die Vergangenheit der Bank aufgearbeitet ist.

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Die ehemalige Kärntner Landesbank war 2007 von der BayernLB übernommen worden und hat sich für diese als Milliardengrab erwiesen. Im Dezember vergangenen Jahres verstaatlichte Österreich die Bank, um sie vor der Pleite zu retten. Inzwischen ermitteln Behörden in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Kroatien unter anderem wegen des Verdachts der Untreue beim Verkauf der HGAA an die Bayern. Der ehemalige HGAA-Chef Wolfgang Kulterer sitzt seit Mitte August wegen des Verdachts der Untreue und Falschaussage in Untersuchungshaft.

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Wen genau die HGAA verklagen will und ob auch Kulterer darunter ist, wollte der neue Chef Kranebitter nicht sagen. Neben vorsätzlichen Schädigungen gehe es im gesamten Fall um Betrug und Untreue - und es stünden immer wieder grobe Pflichtverletzungen im Raum. Die würden in erster Linie ehemaligen Geschäftsleitern oder Vorständen zur Last gelegt: “Daher wird sich in diesem Bereich ein möglicher Anspruch in erster Linie gegen diesen Personenbereich richten.“

dpa

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