Fraport-Chef: Türkei-Urlauber entscheidend für Gewinnziel

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Hochbetrieb auf dem Frankfurter Flughafen: Die Terroranschläge in der Türkei und Europa machen dem Flughafenbetreiber Fraport spürbar zu schaffen. Foto: Boris Roessler/Archiv

Der Flughafenkonzern Fraport ist in vielen Ländern aktiv. Daher treffen auch ferne Krisen das Unternehmen aus Frankfurt. Der Konzern sucht dennoch nach weiteren Beteiligungen im Ausland.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Terroranschläge in der Türkei und Europa machen dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport spürbar zu schaffen. "Wir müssen uns strecken, um unsere Ziele und unseren Ausblick für das Jahr 2016 zu erreichen", erklärte Fraport-Chef Stefan Schulte bei der Hauptversammlung.

Am Fraport-Flughafen im türkischen Antalya erwartet Schulte in diesem Jahr 30 Prozent weniger internationale Passagiere als im Vorjahr. Hier fehlen neben den vorsichtigen deutschen Gästen vor allem die Passagiere aus Russland. Schulte hofft, dass sich viele Urlauber noch kurzfristig für eine Reise in das Land am Bosporus entscheiden. Für Antalya werde der Last-Minute-Markt diesmal "sehr entscheidend sein".

Schulte erwartet, dass der türkische Airport dem Konzern in diesem Jahr rund 30 Millionen Euro weniger einbringt als noch 2015. Damit würde das Ergebnis für Antalya an der Nulllinie kratzen.

Für den gesamten Fraport-Konzern peilt Schulte weiterhin einen operativen Gewinn (Ebitda) von 850 bis 880 Millionen Euro an, das wäre etwas mehr als im Vorjahr. Unterm Strich soll der Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres bleiben oder leicht steigen. Letztlich hänge dies von der Entwicklung in der Türkei ab, sagte der Fraport-Chef.

Weitere Wachstumsmöglichkeiten sieht Fraport im Ausland. Die geplante Privatisierung des Airports von Bulgariens Hauptstadt Sofia sowie vier Flughäfen in Brasilien will sich Schulte auf jeden Fall anschauen. "Wir glauben an das Potenzial Brasiliens", sagte er mit Blick auf die wirtschaftlichen Probleme in dem Land. Zuletzt hatte Fraport den Flughafen in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana übernommen.

Derweil hat die griechische Kartellbehörde der Übernahme von 14 griechischen Regionalflughäfen durch Fraport und einen griechischen Partner für 1,2 Milliarden Euro zugestimmt. Fraport werde den Betrieb der Airports nun voraussichtlich Ende 2016 übernehmen, sagte Schulte. Trotz der Flüchtlingskrise sieht Schulte Griechenland positiv: An den 14 künftigen Fraport-Flughäfen sei die Zahl der Passagiere 2015 um rund 6 Prozent auf 23,5 Millionen gestiegen.

Mitteilung von Fraport zur Hauptversammlung

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