Ausländer kauften weniger deutschen Wein

Oppenheim - Die deutschen Winzer haben im ersten Halbjahr weniger Wein ins Ausland verkauft. Der Rückgang habe vor allem die einfachen Weine getroffen. Experten kennen den Grund für die Verluste.

Das Exportvolumen sank um 15 Prozent auf 766 000 Hektoliter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) am Freitag in Oppenheim mitteilte. “Die Mengenverluste sind vor allem auf das verringerte Weinangebot in diesem Jahr zurückzuführen“, sagte Geschäftsführerin Monika Reule. Da von dem Rückgang in erster Linie einfache Weine betroffen waren, sank der Umsatz hingegen lediglich um zwei Prozent. Er betrug 174 Millionen Euro.

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Wichtigster Exportmarkt bleiben weiterhin die USA mit 156 000 Hektolitern und einem Umsatz von 52 Millionen Euro. Zweitwichtigster Abnehmer deutscher Weine sind die Briten. Sie kauften 110 000 Hektoliter, was einem Umsatz von 19 Millionen Euro entspricht. Einen wahren Boom erlebten die Ausfuhren nach China: Diese liegen zwar immer noch mit 20 000 Hektolitern auf einem insgesamt niedrigen Niveau, stiegen aber um 76 Prozent. Das entspricht einem Umsatzplus von 87 Prozent.

Das DWI geht nach eigener Darstellung davon aus, dass China bald der bedeutendste Weinmarkt Asiens ist. Die Entwicklung sei derart dynamisch, dass das DWI im kommenden Jahr seine Aktivitäten auf diesem Wachstumsmarkt ausbauen will. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Riesling-Weine beworben wurden, soll dazu das Interesse an Weißburgunder und Silvaner geweckt werden. Dabei werde aber weiterhin an der Positionierung deutscher Weine als Premium-Produkt festgehalten, sagte DWI-Sprecher Ernst Büscher.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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