205.09.10|Lokalsport|Lokalsport|
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SOEST ▪ Drei, vier und sechs sind die Zahlen, die bei den Oberliga-Herren des BC 70 Soest nach dem eigenen Turnier nicht gerade als Glückszahlen in die Geschichte eingehen werden. So hoch – oder besser – so knapp verloren die „Siebziger“ drei Spiele. Zum Abschluss gelang dem BC 70 dann aber doch noch ein 59:53-Sieg gegen Maccabi Düsseldorf, so dass die Soester letztlich als Fünfter genau die Mitte der Turniertabelle belegten.

Beim Kampf um den Turniersieg hatten die Soester nichts zu melden. Alles überragender Sieger wurden die Baskets aus Velbert, die an beiden Turniertagen keine einzige Niederlage einstecken mussten.
Bevor der erste Ball überhaupt im Korb gelandet war, wurde der Turnierplan für die Herren-Gruppe A durcheinander gewirbelt. Erst in der Nacht zu Samstag sagte der TV Hoffnungsthal ab, so dass die Soester es in ihrer Gruppe lediglich mit der DJK Adler Bottrop zu tun bekam – Hin- und Rückspiel sozusagen. Beide Male gewannen die Gäste knapp (46:40, 41:37).
„Die Nervosität war anfangs noch zu spüren“, fand Trainer Jens Fabri eine Erklärung. Aber der Coach vermisste am Samstag auch die nötige Intensität, mit der die Soester hätten spielen müssen, um Bottrop schlagen zu können. Gestern sei das wesentlich besser gewesen, so Fabri. Die „Siebziger“ zogen ihr Angriffsspiel ganz nach den Anweisungen des Trainers auf. Würfe gab es dadurch zwar en masse, allerdings hakte es an der Wurfquote, wie sich beim 38:41 gegen die niederländischen de Dunckers zeigte. Aber auch dafür hatte Fabri eine gute Erklärung: „Das Wurftraining in der Saisonvorbereitung beginnt erst in dieser Woche.“
Positiv war fiel auf, dass die Soester Herrenmannschaft weiter zusammenwächst und mehr als Team spielt. „Ich will nicht, dass nur wenige Spieler die Punkte machen“, sagte Fabri. Daran beteiligen konnten sich beim „Wappen“ auch die Youngster Matthias Mertens und Julian Becker.
In eine Führungsrolle schlüpfte vor allem beim Sieg gegen Maccabi Düsseldorf Nils Eiffler. Der Neuzugang aus Schwerte sorgte nicht nur für wichtige Punkte beim einzigen Soester Sieg, sondern übernahm auch die Regie. Was nach Ansicht von Trainer Fabri dringend nötig ist: „Das Team ist trotz seiner Regionalliga-Erfahrung noch etwas grün hinter den Ohren, es braucht eine führende Hand.“
„Grün hinter den Ohren“ ist der BC 70 Soest übrigens absolut nicht, wenn es um die Planung des „Wappens“ geht. Rund 250 Spieler mit allem Drum und Dran zu versorgen, mehr als 70 Spiele auf fünf Spielfeldern zu organisieren und dafür 21 Schiedsrichter zu engagieren, bedurfte fraglos einiges an Arbeit. Das erfahrene Orga-Team um den Vorsitzenden Andreas Kayser hatte sich ganz unnötig ein klein wenig Sorgen gemacht: „Nachdem wir das Turnier im vergangenen Jahr absagen mussten, war es schon ein wenig aufregend zu sehen, wie es diesmal läuft“, gab Kayser zu. Viele Gäste-Teams verabschiedeten sich aber mit einem dicken Lob.
BC 70 Soest: Certa, Westbrock, Klespe, Mertens, Becker, Gummersbach, Kemper, Eiffler, Chaudhary, Grzyb.
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