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470 Teilnehmer beim Lake-Run am Möhnesee

705.09.10|Lokalsport|Lokalsport|
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Artikel: 470 Teilnehmer beim Lake-Run am Möhnesee

MÖHNESEE ▪ Als auch der letzte Teilnehmer des 18-Kilometer-Laufes das Ziel in der ehemaligen Graf-Yorck-Kaserne in Echtrop erreicht hatte, war die Premiere gelungen: Die erste Auflage des Lake-Runs war vorüber, und Organisator Ingo Schaffranka und sein Helfer-Team sichtlich zufrieden.

Es solle ein erster Schritt zu einer großen Vision werden, hieß es im Vorfeld. „Diesen Schritt haben wir geschafft“, freute sich Schaffranka, der das Ziel verfolgt, den Lauf im Terminkalender der Laufsportbegeisterten zu etablieren und auch ganze Gruppen für das ungewöhnliche Event zu begeistern. Schon jetzt waren Laufsportler aus ganz Deutschland angereist: Gut 470 Starter nahmen die Herausforderung über die 13 und 18 Kilometer-Distanzen, die mit zahlreichen Hindernissen gespickt waren, an. Ob über Feuer- und Kletterwand, Strohballen, durch den Möhnesee, die geflutete Mulde, die Reifenhöhle oder die Betonröhren, den Teilnehmern wurde neben den 400 Höhenmetern eine Menge abverlangt.

Aus heimischer Sicht war Burkhard Schrage von Marathon Soest der erfolgreichste Starter. Der 32-jährige Arnsberger wurde in 1:17:11 Stunden Dritter über die 18 Kilometer und war stolz: „Das war echt brutal, ich war froh, als es vorbei war.“ Der Abstecher durch den Möhnesee, den man schwimmend, aber auch laufend durchqueren konnte, war aus seiner Sicht das härteste Hindernis: „Als ich aus dem Wasser kam, habe ich das erste Mal richtig gemerkt, wie platt ich bin. Doch daraufhin standen mir noch 400 Höhenmeter bis auf die Haarhöhe bevor.“ Nichtsdestotrotz kämpfte sich Schrage den Anstieg hinauf und wusste selbst gar nicht, dass er auf einer derart guten Position lag. „Da die 18-Kilometer-Läufer die Schleife am Möhnesee doppelt laufen mussten, waren so viele Läufer auf der Strecke. Hinterher hörte ich, ich sei Vierter.“ Dies gab dem Bördestädter nochmal einen ordentlichen Motivationsschub, mit dessen Hilfe er zwei Kilometer vor dem Ziel den Braunschweiger Sültrop kassierte und das Podest bei der Siegerehrung besteigen durfte. 25 Sekunden vor ihm ins Ziel kam André Kraus (LAC Hochsauerland). Einen noch sehr fitten Eindruck im Ziel nach 1:12:27 Stunde machte Sieger Knut Höhler vom Brooks Running Team aus Münster, der neben der Organisation die familiäre Atmosphäre lobte. „Überall wurde man angefeuert. Das war super“, sagte der dreimalige Sieger des „Strong Man“.

Auch etliche Damen kämpften sich durch die Felder und Wiesen, durch Schlamm und Matsch und eben an den Hindernissen vorbei. Die 18-Kilometer-Siegerin Nina Schüler kommt ebenfalls vom Brooks Running Team und war nur knapp zehn Minuten langsamer als Höhler. Den 13-Kilometer-Lauf gewann Gisela Spiekermann-Griese. In nur knapp 50 Minuten war Sven Serke, Sieger über die 13 Kilometer bei den Herren, wieder in der Kaserne angekommen. Hier wunderte sich der oder andere Zuschauer beim Blick auf die Uhr. Unter die TopTen schaffte es mit Josef Sprenger ein heimischer Läufer. Platz acht ließ mit einer Stunde und fünf Minuten sehen. ▪ ps

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