SOEST ▪ Fünf Niederlagen in Folge – diese negative Serie nagt wohl am Selbstbewusstsein jeder Mannschaft. Doch Dirk Lohse hat diesen Trend bei seinen Oberliga-Handballern nicht ausgemacht. „Wir sind noch am Leben“, ist seine eindeutige Aussage vor der Partie gegen die HSG Menden-Lendringsen am Sonntagabend (18 Uhr) um Börde-Berufskolleg.

© Niggemeier
Domenik Flor. ▪
„Wir lassen uns so schnell nicht unterkriegen“, versprüht der STV-Coach einen Optimismus, der angesichts der Tabellensituation nicht jedem gelingt. Deswegen schränkt er gleichzeitig auch ein: „Natürlich sind wir mit der Situation auch unzufrieden, denn es macht sicher mehr Spaß, am Wochenende zu gewinnen.“ Gleichwohl werde es auch mit jeder Niederlage nicht leichter für die Mannschaft. Dennoch mahnt er an, die zurückliegenden Spiele auch objektiv zu sehen. „Wir sind in den vergangenen Spielen nicht abgeschlachtet worden und haben zudem gegen vier Teams verloren, die ganz oben stehen.“ Dass er damit nicht Unrecht hat, beweist der Blick auf die Gegner: VfL Gladbeck, TuS Spenge, HSE Hamm und Augustdorf/Hövelhof belegen die ersten vier Plätze der Tabelle, die höchste Niederlage gab es beim 25:35 gegen Gladbeck – „Abschlachten“ sieht anders aus.
Die HSG Menden-Lendringsen rangiert auf dem sechsten Platz, direkt vor den Soestern. „Es wird eine knackige Aufgabe“, ist sich Lohse sicher. Beide Teams hätten keine Geheimnisse voreinander, man kenne sich sehr gut. Mit Tobi Genau, Christian Thiele und Alexander Müller verfüge die HSG über sehr gute Rückraumakteure, aber auch insgesamt sei der Kader sehr ausgeglichen. „Wir wollen und müssen aber gewinnen, denn mit der Situation ist einfach keiner zufrieden“, sehnt sich der STV-Coach nach einem Erfolgserlebnis.



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