SOEST ▪ Das Szene hatte aussagekräftigen Charakter: Basti Ketterer und Axel Loer rissen nach der Schlusssirene die Arme hoch, pusteten einmal ganz tief durch, um sich anschließend in die Arme zu fallen. Von Lenneke Lenfers-Lücker

Die Oberliga-Handballer des STV, hier mit Max Loer, beendeten gegen die HSG Menden-Lendringsen ihre Negativserie. ▪
Es war geschafft, die STV-Handballer hatten mit dem 29:28-Sieg über die HSG Menden-Lendringsen die Negativserie von fünf Niederlagen in Folge gestoppt und auch die Zuschauer wieder in Begeisterung versetzt.
Letzterer der beiden Spieler hatte erheblichen Anteil am Happy-End für die Soester. Axel Loer war es, der zu Beginn der letzten Minute die Vorentscheidung erzwungen hatte. Mit seinem Treffer zum 29:26 war auch den Gästen klar, dass es für sie an diesem Tag in der Bördehalle nichts zu holen gab.
Dass das Endergebnis letztendlich doch so knapp ausfiel, lag an einigen Unkonzentriertheiten in den letzten fünf Minuten. Doch zeigt es gleichzeitig auch die Spannung, die das ganze Spiel über sowohl die Spieler als auch die Zuschauer gefesselt hatte.
In der ersten Hälfte war es eine Partie, die beide Teams absolut auf Augenhöhe bestritten. Lange ging es immer wieder hin und her, die erste Soester Führung gelang durch Max Loer in der siebten Minute. Defensiv standen beide Mannschaften sicher, machten es sich gegenseitig schwer, Tore zu erzielen. Beim Stand von 12:11 hatten die Soester sogar 40 Sekunden vor der Pause die Chance, mit einer Zwei-Tore-Führung in die Halbzeit zu gehen. Doch Axel Loer, zuvor glänzend mit zwei Treffern, verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, so dass es mit einem Unentschieden in die Kabine ging.
Doch die Spannung blieb, da die Soester diese durch unkonzentrierte Abschlüsse zwischendurch weiter hochhielten. Neun Minuten vor Schluss schien alles gegen den STV zu laufen, als er in zweifacher Unterzahl nur noch mit 25:24 vorn lag. Doch Tobi Rückert setzte sich am Kreis durch und erzielte das wichtige 26:24.
Die Gäste gaben sich aber nicht auf, kamen noch einmal auf 27:26 heran, ehe Axel Loer seine zwei wichtigsten Treffer zum 28:26 und 29:26 markierte. Die Szenen danach sind bekannt...
Soester TV:Krechel, Tesch, Flor (3), Topf (n.e.), A. Loer (4), Ketterer (2), Rückert (7), Praest (n.e.), Bekel, Voss-Fels (3), M. Loer (10), Köhne.
HSG Menden/Lendringsen: Kohl, Vogel (n.e.), Lauber, Becker (2), Vornholt, Goeke, Thiele, Vogler (5), Marcela, Heunemann (5), P. Wittke (3), Loos (5), B. Wittke (2), Genau (4), Müller (2).
Spielfilm: 4:4 (11.), 6:7 (18.), 9:9 (22.), 12:13 (31.), 16:13 (36.), 18:17 (41.), 23:19 (45.), 25:24 (52.), 27:26 (57.), 29:26 (58.), 29:28 (60.).
Trainerstimmen
Dirk Lohse (Soest): „Wir sind auf jeden Fall erleichtert. Das Spiel war am Ende eine Kopfsache und wir haben kühlen Kopf bewahrt. Die Mannschaft hat sich diesen Sieg verdient, sie hat immer weiter an sich geglaubt. Die Defensive stand heute super, bis auf die letzten fünf Minuten.“
Björn Wißuwa (Menden): „Wir können mit unserem Spiel nicht zufrieden sein. Wir waren nicht einsatzfreudig genug und wir waren nicht bereit uns weh zu tun. Das Spiel war zwar bis zum Ende ausgeglichen, aber genau in der entscheidenden Endphase haben wir gute Chancen vergeben und so hat Soest verdienterweise gewonnen.“ J lel/nn



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