WICKEDE/ARNSBERG ▪ Spannende Rennen, rasante Abfahrten, mehrere platte Reifen, glimpfliche Stürze, gute Organisation und vor allem strahlende Sieger: Der „Xtasy-Wildwald Vosswinkel Mountainbike-Marathon“ am Sonntag war trotz widriger Bedingungen ein voller Erfolg und hatte nahezu alles zu bieten, was diese Sportart so ungemein reizvoll macht. Von Lars Schäfer

Lokalmatador Julian Guntermann (links) sicherte sich wie im Vorjahr den Sieg über die Kurzdistanz der Herren.
Nach der Premiere im vergangenen Jahr durfte sich der Ausrichter RSV Werl-Wickede mit knapp 350 Startern bei der Neuauflage über eine deutlich höhere Teilnehmerzahl und ein rundum gelungenes Rennen freuen. Lediglich der Zuschauerzuspruch hätte besser sein können, doch bei 14 Grad und Dauerregen fanden nur wenige neutrale Besucher den Weg in den Wildwald Vosswinkel.
Großes Glück hatten die 179 Fahrerinnen und Fahrer, die die anspruchsvolle Kurzdistanz über 31,5 Kilometer rund um den Wildwald in Angriff nahmen. Sie erreichten alle im Trockenen das Ziel unter dem Zeltdach im Wildwald, während die Fahrer über die Halbmarathon- (63 Kilometer) und Langdistanz (94,5 Kilometer) ihre zweite oder dritte Runde im strömenden Regen absolvieren mussten. Jede Runde wies über 700 Höhenmeter auf und führte sowohl über matschigen Waldboden und Schotterwege als auch über asphaltierte Straßenabschnitte. Nach den ausgiebigen Regenfällen der vergangenen Tagen entwickelte sich der MTB-Marathon somit phasenweise zu einer echten Schlammschlacht, erreichten die Teilnehmer völlig verdreckt das Ziel und äußerten größtenteils nur noch einen Wunsch: „Duschen!“
Nur zwei Frauen und 19 Männer nahmen die Langdistanz über 94,5 Kilometer in Angriff. Mieke Deero benötigte starke 4:22,41 Stunden und gewann die „Königsdisziplin“ vor Monika Rüther. Bei den Männern hatte der Niederländer Ramses Bekkenk, der in den letzten Jahren etliche internationale Rennen absolvierte und große Erfolge feierte, in 3:29,09 Stunden die Nase vorne. Michael Stenzel vom RSV Werl-Wickede benötigte 4:58,39 Stunden und landete in der Gesamtwertung auf Rang 16 (8. Platz AK Senioren 1).
„Trotz des schlechten Wetters sind wir mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Teilnehmer haben die Organisation und die Strecke gelobt und ihr Kommen im nächsten Jahr angekündigt“, freute sich Mitorganisator Jürgen Isenhardt von der RSV Werl-Wickede: „Nach dem Rennen haben wir mit vielen Fahrern noch zusammengesessen. Das hat den schönen familiären Rahmen nochmals bestätigt.“



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