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Kangaroos reckten Bronze-TuJu-Star in die Luft

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WERL/ILLINGEN ▪ Harte Konkurrenz erwartete die Turner der Kangaroos vom Werler TV beim Bundesfinale TuJu-Stars 2011 in Illingen, das von der Deutschen Turnerjugend durchgeführt wurde. Insgesamt 18 Gruppen aus ganz Deutschland waren in die saarländische Kleinstadt gekommen, nachdem sie die Vorrunden, die in den vergangenen Wochen in den jeweiligen Bundesländern ausgetragen worden waren, gewonnen und sich damit für das Finale qualifiziert hatten. Von Svenja Seep

“Augen auf...der Wald erwacht” hieß das Programm der Werler, die in der Vergangenheit beim TuJu-Star schon mehrfach ausgezeichnet worden sind. So belegten sie 2004 und 2008 jeweils den ersten Platz, 2002, 2003 und 2009 waren sie die Zweitbesten, im Jahr 2007 gab es den bronzenen TuJu-Star für die Werler.

Im vergangenen Jahr jedoch belegten sie bei der Endausscheidung in Berlin den absolut undankbaren vierten Platz. Strahlender Sieger waren damals die Green Spirits vom TSG Hatten-Sandkrug. Wenigstens einen Platz auf dem Treppchen wollten die Werler sich diesmal wieder erkämpfen. Und so war die Freude groß, als es bei der Bekanntgabe der Sieger 2011 hieß: “Auf dem dritten Platz sind die Kangaroos vom Werler TV!” Den silbernen TuJu-Star errangen die Turner vom Homberger TV von der Rheinischen Turnerjugend. “Floy - Wenn Träume fliegen lernen” hatten die “Fliegenden Homberger” ihr Programm genannt und ein buntes Spektakel voller Hebefiguren und farbenfroher Formationen geboten.

500 Zuschauer bestaunten die Darbietungen

Die Krone des TuJu-Star errangen auch in diesem Jahr die “Green Spirits”. Sie gehören zur Niedersächsischen Turnerjugend und entführten die gut 500 Zuschauer in Illingen ins Moor: “Irrlichter des Moores” überzeugte die Jury aus Fachleuten und Honoratioren mit fluoreszierenden grünen Anzügen, strahlenden Sternen und einer auf den Punkt dargebotenen Choreographie, die weniger durch atemberaubende Einlagen, sondern eher durch ihre Exaktheit überzeugte.

Absolut zufrieden konnten die Werler Kangaroos mit ihrem Zauberwald sein. Bühnenbild, Kostüme und Choreographie waren perfekt aufeinander abgestimmt, und mit viel Liebe zum Detail erarbeitet worden. Und die Werler Turner schienen sich wohlzufühlen. Sie tanzten und turnten sicher und fehlerfrei und mit einem strahlenden Lächeln durch ihr Programm.

Sie traten als zweite Gruppe im Programm beim Vorentscheid und bei der abendlichen Gala am Pfingstsamstag auf. In Bestform präsentierten sie ihren aktuellen Turnschaukasten, der den Zuschauern eine gelungene Mischung aus Akrobatik, Tanz und Turneinlagen bot. Der sich anschließende frenetische Applaus bewies, dass ihre Vorstellung auch den Besuchern der TuJu-Veranstaltung mehr als gut gefallen hatte.

Beim TuJu-Star treten vormittags alle qualifizierten Gruppen auf, die besten acht unter ihnen kommen eine Runde weiter und treten bei der abendlichen Gala erneut auf. Zwei weitere Gruppen, die den Einzug ins Finale nur knapp verpasst haben, dürfen ebenfalls abends noch einmal auf die Bühne, dann jedoch außer Konkurrenz.

Nach dem Vorentscheid hatten die Turner ein paar Stunden Zeit, um sich auszuruhen, nachzuschminken und eine Kleinigkeit zu essen. Untergebracht waren die Werler in der neben der Turnhalle gelegenen Schule, ihnen zur Seite standen nicht nur die Trainerinnen Martina Grote sowie Marlies und Britta Krollmann, sondern auch zahlreiche angereiste Eltern und Familienangehörige.

Bei der abendlichen Gala präsentierten die besten acht Mannschaften noch einmal ihr Programm; genannt wurden am Ende nur die drei Erstplatzierten, die fünf restlichen Mannschaften belegten kollektiv den vierten Platz. Dabei hätten die Werler Kangaroos durchaus auch den ersten oder zweiten Platz belegen können, über die Platzierung entscheidet nicht zuletzt auch der persönliche Geschmack der Jury-Mitglieder. Qualitativ waren die drei ersten Turngruppen jeweils nur einen Wimpernschlag auseinander.

Gefeiert wurde anschließend bis spät in die Nacht, ehe es am Sonntag im Bus wieder auf die 350 Kilometer weite Heimreise ging – mit dem bronzenen TuJu-Star im Gepäck.

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