WARSTEIN/ALLAGEN ▪ Zweistellige Minustemperaturen stoppen die heimischen Fußballer: Die beiden Bezirksligisten TuS Grün-Weiß Allagen und TuS 45 Warstein sagten ihre fürs Wochenende geplanten Freundschaftsspiele gestern ab. Weder im Allagener Waldstadion, wo am Sonntag Landesligist SV Hüsten 09 erwartet worden war, noch am Warsteiner Herrenberg, wo am heutigen Samstag Oestinghausen gastieren sollte, kann gespielt werden. Von Harald Struff

„Wo wollen wir Fußball spielen?“, fragte gestern Warsteins Trainer Werner Schröder, wohlwissend, dass auch ein Heimrechttausch nichts gebracht hätte, – „wir müssen absagen!“
Schröder hatte das Testspiel gegen Oestinghausen in den Rahmen eines kleinen Trainingswochenendes einbauen wollen. Doch am Herrenberg ist weder Spiel noch Training möglich. Schröders Zustandsbericht vom Kunstrasenplatz fällt nicht gut aus: „Eine Hälfte ist leicht schneebedeckt, alles ist harsch.“ So müssen die Fußballer dorthin ausweichen, wo sie ein Dach über Kopf und Sportanlage wissen: Am Donnerstag zog es sie ins Fitness-Center „Energy“, am gestrigen Freitag zum Aqua-Jogging ins Allwetterbad, während es am heutigen Samstag in die Warsteiner Dreifachturnhalle geht, wo vor dem Handballprogramm des VfS Warstein eine Hallenzeit von 10.30 bis 12 Uhr zu bekommen war.
Bislang hat Warstein, seit dem 10. Januar im Training, ein Testspiel ausgetragen (3:0 gegen Langeneicke). Nach der Absage für heute ist das nächste Match nun gegen den Landesligisten SuS Bad Westernkotten geplant, wobei die Partie von kommenden Samstag auf Freitag, 10. Februar, vorgezogen wird. Schröder: „Das passt Westernkotten, das in Rüthen ein Trainingslager bezieht, und auch uns besser in den Plan.“ Die Anstoßzeit ist noch offen.
Nicht besser als am Herrenberg sind die Platzverhältnisse im Allagener Waldstadion. Allagens Trainer Michael Bremser, der am Mittwochabend als Trainer beim TuS Grün-Weiß in einer schnellen Gesprächsrunde mit dem Vorstand („In einer Viertelstunde war alles vom Tisch“) seinen Vertrag bis zum Sommer 2013 verlängert hat, erklärte gestern: „Auf dem Platz sind Eisschollen und Schnee. Es gibt eine Ecke über etwa 40 Quadratmeter, auf der man ein bisschen pölen könnte. Aber mit Fußball hat das nichts zu tun.“
Auch ein Ausweichen nach Hüsten war nicht möglich. Hüstens Trainer Alex Bruchhage, soeben aus dem 32 Grad warmen Kuba-Urlaub zurückgekehrt („Ich kriege hier einen Kälteschock“), sagte gestern: „Wir hätten in Hüsten nur auf dem Aschenplatz spielen können, und der ist hart gefroren. Wir holen das Spiel auf kurzem Dienstweg irgendwann unter der Woche nach.“



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