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Segler vom Möhnesee nur auf Platz 30

WM in Alicante Reinfall für das Team Murtfeldt

430.07.10|Lokalsport|Lokalsport|
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Artikel: WM in Alicante Reinfall für das Team Murtfeldt

ALICANTE/SPANIEN ▪ Beim Team Murtfeldt hatte man sich mehr versprochen von der Platu 25 Weltmeisterschaft in Alicante. Doch Pech und die schlechteste Saisonleistung warfen die Crew vom Yacht Club Wamel Möhnesee bei der Regatta schon zu Beginn der WM weit zurück.

Kurz vor Abfahrt viel Vorschiffsmann Jens Wehrenbrecht völlig überraschend aus. Zwar konnte mit Knut Herbold schnell ein Ersatzmann gefunden werden, doch überschritt man das maximale Crewgewicht von 400 kg nun um 12,5 kg. Nur drei Tage vor der ersten Wettfahrt hieß es also, ähnlich wie im Boxen, Gewicht machen. Das Vorhaben gelang und das Team durfte nach dem Wiegen vollzählig an den Wettfahrten teilnehmen. Doch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Der Teambus wurde unweit des Clubgeländes aufgebrochen und eine Tasche mit Segelbekleidung gestohlen.

Auch während der 13 Wettfahrten hatte man ein ums andere Mal Pech. Mal fuhren die Segler vom Möhnesee ganz vorne mit und wurden wegen eines Frühstarts nachträglich disqualifiziert. Ein anderes Mal verlor eine gegnerische Crew die Kontrolle über ihr Boot und rammte die „Murtfeldt“, was zur Folge hatte, dass ein nicht unerheblicher Gelcoatschaden entstand und zu allem Überfluss auch die Reling riss und zwei ausreitende Teammitglieder ins Wasser mussten.

Nach einer Woche und 13 Wettfahrten mit zwei Streichwertungen bei sehr guten und fairen Segelbedingungen mit Wind zwischen fünf und 15 Knoten belegte das Team Murtfeldt den 42. Gesamtplatz mit 394 Punkten. Ein sichtlich enttäuschter André Teutenberg, Steuermann der Murtfeldt, haderte nach der WM mit den äußeren Umständen, ging aber auch mit sich selbst und der Crew hart ins Gericht: „Wir haben es einfach nicht geschafft, beim Saisonhöhepunkt unsere beste Leistung abzurufen.“

Neuer Weltmeister ist ein Team aus Griechenland. Bestes deutsches Boot wurde die „Flexi“ mit Steuermann Niklas Ganssauge. Mit Platz neun kam aber auch hier keine rechte Freude auf, da man als Vizeweltmeister des letzten Jahres zum Favoritenkreis zählte. Auch ein weiterer Segler vom Möhnesee nahm an der WM teil. Arnd Ritter, Crewmitglied der „Five fort he Eight“, vom S 77 Möhnesee segelte mit seinem Team eine beeindruckende WM. Mit starken und äußerst konstanten Leistungen belegte man am Ende den 30. Platz und wurde viertbestes deutsches Boot.

Für die beiden Crews aus der Region geht die Saison nach einer kurzen Pause erst im September weiter, dann wird in Flensburg die beste deutsche Crew bei den „German Open“ gesucht.

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