Möhnesee-Triathlon: Zwei Athleten aus einer anderen Liga

Das Werler Trio um Silja Schulte, Nicola Wiemann und Nicole Brodalle (von links) schaffte es gleich bei seiner ersten Teilnahme ganz oben auf das Staffel-Treppchen.
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Das Werler Trio um Silja Schulte, Nicola Wiemann und Nicole Brodalle (von links) schaffte es gleich bei seiner ersten Teilnahme ganz oben auf das Staffel-Treppchen.

Möhnesee - Sie schwammen, fuhren und liefen in einer anderen Liga: Patrick Dirksmeier aus Geseke und Beate Görtz aus Köln haben überaus souverän die olympische Kurzdistanz beim Möhnesee-Triathlon gewonnen. Im Ziel hatten die beiden Ausnahme-Athleten 16 beziehungsweise 23 Minuten Vorsprung vor den Zweitplatzierten.

Bereits 2012 hatte der Geseker am Möhnesee gewonnen, diesmal war er besonders dominant. Als Erster aus dem Wasser, baute er seinen Vorsprung auf dem Rad und zu Fuß noch weiter aus. Am Ende stand dabei ein neuer Streckenrekord, in 2:01,31 unterbot er die bisherige Bestmarke deutlich.

Mit seiner Zeit war Dirksmeier dann auch „total happy“, war diese für ihn doch wesentlich wichtiger als eine Platzierung. Den Wettbewerb am Möhnesee, den er als Vorbereitung für sein nächstes großes Ziel, den Köln-Triathlon Anfang September, nutzte, lobte Dirksmeier nach dem Zieleinlauf in den höchsten Tönen: „Die Infrastruktur, die interessante Radstrecke – das ist eine perfekte Veranstaltung.“

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Nur eine knifflige Situation auf der B229 sorgte bei ihm für besonders hohen Puls: „Da musste ich einen Trecker überholen und in den Gegenverkehr, das war riskant.“ Wesentlich knapper war derweil der Abstand zwischen dem Zweitplatzierten Hendrik Pörschke (Paderborn) und dem Dritten Christian Maul (Buschhütten): 30 Sekunden trennten die beiden beim Zieleinlauf. Weil beide Athleten beim Laufen ihre Stärke haben, konnte Maul die Lücke am Ende nicht mehr zulaufen. „Bei meiner letzten Teilnahme vor zwölf Jahren konnte ich das Ding noch gewinnen, aber man wird auch nicht jünger“, erzählte 2003- und 2004-Sieger Maul augenzwinkernd.

Noch deutlicher als der Sieg bei den Männern fiel der Erfolg von Beate Görtz bei den Frauen aus: Die Kölnerin hatte am Ende 23 Minuten Vorsprung vor der Zweitplatzierten Ellen Rohring. „Ich war schon nach dem Schwimmen vorne, das war ziemlich ungewöhnlich“, war Görtz regelrecht verblüfft. „Da wusste ich eigentlich schon, dass nicht mehr viel passieren konnte.“

Werler Trio gewinnt Frauen-Staffel

Ebenfalls nichts anbrennen ließ die Dauersieger-Mannschaft auf der Staffel-Distanz: Wie in den letzten Jahren war die Mannschaft von Radsport Danne aus Sundern nicht zu schlagen. Mit Thomas Brandt als Schwimmer, Kai Exner als Radler und Thomas Baer als Läufer stand in 1:00,07 Stunden ein souveräner Sieg zu Buche, auch wenn die Mannschaft nach dem Schwimmen noch auf Rang acht gelegen hatte.

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Einen Überraschungs-Erfolg gab es hingegen bei den Frauen: Das Werler Trio um Nicola Wiemann, Silja Schulte und Nicole Brodalle schaffte es bei seiner ersten Triathlon-Teilnahme überhaupt gleich nach ganz oben aufs Treppchen. „Wir haben uns das letztes Jahr mal vorgenommen, hier mitzumachen und hätten niemals damit gerechnet, dass wir Erster werden“, waren die vielseitigen Sportlerinnen vom SC Hellweg Werl selbst ein wenig überrascht über ihren Staffel-Erfolg.

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