Julia Pantel, Höingens Kicker und drei Funktionäre - Ense ehrt seine besten Sportler

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Der Bezirksmeistertitel und das gute Abschneiden bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften brachten Tischtennis-Spielerin Julia Pantel den Titel der Enser Sportlerin des Jahres. - Foto: Stute

Waltringen - Tischtennis-Spielerin Julia Pantel, die Fußball-Herren des Höinger SV und der Vorsitzende des TuS Niederense, Peter Schneider, sind die Sieger bei der Enser Sportlerehrung – der Anzeiger berichtete.

Etwa 500 Zuschauer waren bei der Ehrung im Rahmen des Neujahrsempfanges der Gemeinde zugegen. Werner Rosenbaum, der Vorsitzende des Gemeinde-Sportverbandes (GSV) Ense, freute sich über diese Zahl: „Das ist doch ein wirklich schönes Forum, um uns Sportler zu präsentieren und darzustellen.“

Zu der Wahl zur Sportlerin des Jahres konnte Rosenbaum Julia Pantel gratulieren. Die Nummer eins der Tischtennis-Damen des TTV Ense wurde im vergangenen Jahr Bezirksmeisterin der Damen-A-Klasse und belegte bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften in Bielefeld den 9. Platz – „ein Riesenergebnis“, wie Harald Luckert, stellvertretender Vorsitzender des TTV, betonte.

In seiner Laudatio hob Luckert neben den Erfolgen auch das langjährige Engagement des „echten Enser Kindes“ für den Verein sowie die Tatsache hervor, dass sich Pantel – nachdem sie vor einigen Jahren nach ihrem Studium aus Süddeutschland zurückgekehrt war – gleich wieder dem TTV Ense anschloss. „Julia Pantel ist Mannschaftsführerin, zugleich aber auch Seele des Teams“, so Luckert. Ohne sie gäbe es die Mannschaft in ihrer heutigen erfolgreichen Form nicht. Gegenwärtig spielen die Enser Tischtennis-Damen in der Oberliga West, womit das Team zu den 20 besten Damen-Tischtennis-Mannschaften in NRW gehört. Zudem gewann das Team 2013 die Oberliga-Meisterschaft und 2012 den Westdeutschen Pokal, woran Julia Pantel maßgeblich beteiligt war.

Wurden vom Vorsitzenden des Gemeinde-Sportverbands Ense, Werner Rosenbaum (rechts), für ihre Verdienste auf Funktionärsebene ausgezeichnet (von links): Hubertus Meier, Peter Schneider und Hubert Hecker.

Erfolgreich sind auch die Fußball-Herren des Höinger SV, die 2015 direkt wieder in die A-Kreisliga aufstiegen, nachdem sie in der vorherigen Saison noch in die B-Liga abgestiegen waren. Den Schlüssel zu diesem Erfolg kennt auch GSV-Vorsitzender Rosenbaum: „Es gab keine Abwanderungen nach dem Abstieg und es wurden einige junge Spieler neu eingebaut.“ Diese hätten auch sogleich Verantwortung übernommen, so dass der Wiederaufstieg gesichert werden konnte. So dürfte es denn auch niemanden verwundern, dass die Höinger Kicker zur Enser Mannschaft des Jahres gekürt wurden – eine Auszeichnung, die die Fußballer begeistert aufnahmen.

Für Verdienste auf Funktionärsebene gab es drei Ehrungen: Auf Platz eins landete Peter Schneider, Vorsitzender des TuS Niederense. Er ist von klein auf im TuS groß geworden, hat alle Mannschaften von der Jugend bis zur ersten Mannschaft durchlaufen, war als Trainer im Jugendbereich und zudem als Jugendabteilungsleiter tätig. Anschließend wurde er zum Geschäftsführer des Vereins, dem er seit 2009 auch vorsitzt. Unter Schneiders Verdiensten wurden speziell die Mitarbeit am Aufbau des Vereins FC Ense, die Errichtung eines Kunstrasenplatzes in Niederense vor einigen Jahren und die Ausrichtung der Festivitäten zur Hundertjahrfeier des TuS Niederense 2011 in der Laudatio hervorgehoben.

Weitere Funktionäre ausgezeichnet

Über Platz zwei bei den Funktionären freuten sich Hubertus Meier und Egbert Raacke vom Höinger SV. Über 30 Jahre engagierten sich beide innerhalb des Vorstands, und auch nach ihrem offiziellen Ausscheiden aus der Vorstandsarbeit wollen sie ihrem Verein künftig weiter ehrenamtlich zur Verfügung stehen. Platz drei ging an Hubert Hecker, der beim TTV Ense, beim TV Ense-Bremen und beim FC Ense mitmischt. Bei allen drei Vereinen hat er unter anderem als Alleinverantwortlicher die Webadministration inne und zeichnet für Aufbau und Pflege der Vereinsseiten verantwortlich.

Insgesamt wurde das Programm der Sportlerehrung im Vergleich zu den Vorjahren etwas gestrafft. So wurde in den Kategorien „Sportler“ und „Mannschaft“ diesmal nur je eine Auszeichnung statt wie bisher drei verliehen. Das liege, wie Werner Rosenbaum erklärt, an der geringen Zahl der eingegangenen Nominierungen.

Die Fußballer vom Höinger SV schafften im vergangenen Jahr die direkte Rückkehr in die A-Kreisliga und wurden als beste Mannschaft ausgezeichnet.

In seiner Rede hob Rosenbaum auf die Schwierigkeiten der Sportvereine in heutiger Zeit allgemein und in Ense im Speziellen ab. Dabei ging es zum einen um die Probleme bei der Gewinnung von Funktionären und Schiedsrichtern, zum anderen aber auch um die Herausforderungen durch den gestiegenen Unterrichtsumfang (Beispiel: G8), die vor allem das Planen von Hallenbelegungen betreffen. Zudem verwies Rosenbaum auf die Zunahme der behördlichen Vorgaben, wonach etwa jeder Trainer inzwischen ein polizeiliches Führungszeugnis benötige oder auch Kinder in etlichen Sportarten Gesundheitszeugnisse vorlegen müssten.

Schließlich sprach der GSV-Vorsitzende auch das Problem an, die zunehmende Individualisierung und Ökonomisierung innerhalb der Gesellschaft mit den Werten des Sportvereinslebens – sprich: Ehrenamt und Teamarbeit – in Einklang zu bringen. Die Vereine müssten sich weiterentwickeln und vor allem mit Schulen und Kindergärten, die ja an der Wurzel arbeiteten, noch enger zusammenarbeiten, forderte Rosenbaum.

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