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Höwedes-Spitze in Richtung Magath vor Spiel des FC Schalke gegen VfL Wolfsburg

Höwedes-Spitze in Richtung Magath

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PILSEN/GELSENKIRCHEN - Nach der Rückkehr aus Pilsen gilt die Konzentration beim FC Schalke dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg. Die dortige Arbeitsweise von Ex-Trainer Felix Magath ähnelt den personellen Kapriolen, die man auf Schalke erlebt hat.

Benedikt Höwedes FC Schalke

Von Jens Greinke

Der Schalker Benedikt Höwedes ist an sich ein Meister des unverbindlichen Wortes. Die Stellungnahmen des Mannschaftskapitäns sind stets wohl temperiert und diskret, weshalb man sich den 24-Jährigen nach seiner Karriere als Profifußballer auch gut auf dem politischen Parkett vorstellen könnte. Als Höwedes nun nach dem 1:1 bei Viktoria Pilsen nach dem nächsten Gegner, dem VfL Wolfsburg, gefragt wurde, entfleuchte ihm eine für seine Verhältnisse fast schon rotzfreche Aussage: „Wir werden uns zur Vorbereitung ein paar Videos angucken. Aber die haben ja viele neue Spieler, da werden wir wohl nicht so viel Video-Material haben.“

Die kleine Spitze gegen Schalkes Ex-Trainer Felix Magath, dem alleinigen Rekord-Einkäufer der Bundesliga, war allerdings nachvollziehbar. Auch Höwedes hat die rund 21 Monate unter Felix Magath bis März 2011 nicht vergessen und während dieser Zeit dessen personelle Kapriolen erlebt, als der Schalker Kader phasenweise rund 40 Spieler umfasste. Da war es auch für den Kapitän schwer, den Überblick zu behalten.

Am Sonntag (15.30 Uhr) kommt Felix Magath nun mit dem VfL Wolfsburg in die Schalker Arena. Und die jüngste Aussage des Fußball-Lehrers, dass der aktuelle Schalker Erfolg auch seiner zurückliegenden Arbeit geschuldet sei, sorgte bei dem ein oder anderen Schalker Verantwortlichen für Irritationen. „Was soll ich dazu sagen?“, fragte beispielsweise Manager Horst Heldt, bevor er etwas kryptisch meint: „Es ist immer so, dass viele Leute am Erfolg oder Misserfolg teilhaben.“

Bei den Schalkern fällt es momentan schwer zu beurteilen, ob sie sich in einer Phase des Erfolges oder Misserfolges befinden. Die Leistungen zuletzt in der Bundesliga waren allenfalls ausreichend. Und auch im Hinspiel des Sechzehntel-Finales der Europa League bei Viktoria Pilsen traten die aktuellen Schwächen wieder auf. „Wir haben uns zumindest eine gute Ausgangsposition verschafft“, sagte Heldt nach dem 1:1 in der Doosan-Arena, womit anklang, dass der Manager ansonsten nur wenige positive Aspekte ausgemacht hatte. Tatsächlich waren die Schalker beim tschechischen Meister wieder so zaghaft und uninspiriert wie zuletzt häufig aufgetreten und hatten letztlich Glück, die Pilsener Führung durch Vladimir Darida (22.) noch ausgleichen zu können. Ein Stolpertor von Klaas-Jan Huntelaar (75.) hatte letztlich für einen einigermaßen versöhnlichen Abschluss des Abends gesorgt. „Wir haben heute gesehen, dass wir in der Lage sind, in einem schwierigen Spiel noch einmal zurück zu kommen“, unterstrich Höwedes. Beim Rückspiel am kommenden Donnerstag (21.05 Uhr) steht das Tor zum Achtelfinale relativ weit offen, ein 0:0 oder ein Sieg reicht den Schalkern zum Weiterkommen. Doch zuvor steht am Sonntag der Vergleich mit Felix Magath und dessen VfL Wolfsburg an. Der hat zwar einen Kader in Garnisons-Stärke – darf letztlich aber auch nur elf Spieler aufbieten.

Magath denkt vor Schalke-Spiel über Taktik-Änderung nach

WOLFBURG - Vor der Rückkehr an seine alte Fußball-Wirkungsstätte Schalke denkt Felix Magath über eine Änderung der Taktik seines aktuellen Clubs VfL Wolfsburg nach. Für die Partie am Sonntag deutete der VfL-Coach an, auf Josué, den Kapitän seines Wolfsburger Meisterteams von 2009, verzichten zu wollen. "Leider muss ich feststellen, dass unser Josué momentan keine gute Form hat", befand Magath am Freitag.

Damit dürfte Magath die Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld aufgeben und mit zwei Viererketten auflaufen. "Wir müssen noch mehr Gefahr nach vorne entwickeln", erläuterte Magath seine Überlegungen. Als Josué-Ersatz steht der japanische Nationalspieler Makoto Hasebe bereit. Möglich ist, dass Kapitän Christian Träsch dafür ins Mittelfeld rückt.

Für Magath ist das Spiel bei seinem früheren Club die geeignete Möglichkeit, den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen zu bestätigen. "Das wird ein wichtiges Spiel, um zu zeigen, dass unsere Rückrunde tatsächlich besser werden kann", sagte Magath, der auf Vieirinha (Leistenprobleme) und Jan Polak (Haarriss im linken Bein) verzichten muss. - dapd

Quelle: wa.de

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  • Tabelle
  • Ergebnisse
PlatzMannschaftToreDiffPunkte
1Borussia Dortmund80:255581
2FC Bayern77:225573
3FC Schalke 0474:443064
4Mönchengladbach49:242560
5Bayer Leverkusen52:44854
6VfB Stuttgart63:461753
7Hannover 9641:45-448
8VfL Wolfsburg47:60-1344
9Werder Bremen49:58-942
101. FC Nürnberg38:49-1142
111899 Hoffenheim41:47-641
12SC Freiburg45:61-1640
13FSV Mainz 0547:51-439
14FC Augsburg36:49-1338
15Hamburger SV35:57-2236
16Hertha BSC Berlin38:64-2631
171. FC Köln39:75-3630
181. FC Kaiserslautern24:54-3023

für den 34. Spieltag

HeimGastSpiel
1. FC NürnbergBayer Leverkusen1:4
1. FC KölnFC Bayern1:4
Werder BremenFC Schalke 042:3
FC AugsburgHamburger SV1:0
Borussia DortmundSC Freiburg4:0
Hannover 961. FC Kaiserslautern2:1
Hertha BSC Berlin1899 Hoffenheim3:1
VfB StuttgartVfL Wolfsburg3:2
FSV Mainz 05Mönchengladbach0:3

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