Hartz-IV-Empfänger als Hundekot-Kontrolleure?

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Müssen Hartz-IV-Empfänger bald Hundekot entfernen?

Berlin - Zuletzt hatte Guido Westerwelle mit seiner Hartz-IV-Kritik für Schlagzeilen gesorgt. Doch eine Grünen-Politikerin toppt die Aussagen des FDP-Chefs jetzt mit einem "Hundehaufen"-Vorschlag.

Nach Vorstellungen der Grünen-Politikerin Claudia Hämmerling könnten Hartz-IV-Empfänger als Kontrolleure gegen den Hundedreck in Berlin eingesetzt werden. Arbeitslose könnten so in der Hauptstadt der Hundehaufen eine neue Beschäftigung bekommen, sagte die Tierschutz-Expertin der Grünen-Fraktion in einem dpa-Gespräch.

Die Grünen-Fraktion distanzierte sich nach einem Bericht des "Kölner Stadt Anzeiger" von Hämmerling. "Solche Vorschläge sind nicht Bestandteil grüner Politik", soll Fraktionschef Volker Ratzmann am Dienstag mitgeteilt haben. Hämmerling gäbe nicht die Meinung der Fraktion wieder.  

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FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hatte im Februar gefordert, Hartz-IV-Empfänger für gemeinnützige Arbeiten wie Schneeschippen heranzuziehen. Er sagte der “Bild am Sonntag“, junge und gesunde Empfänger von Sozialleistungen sollten zu zumutbarer Arbeit verpflichtet werden - etwa zum Schneeschippen. “Wer sich dem verweigert, dem müssen die Mittel gekürzt werden.“ Die Jobcenter sollten diese gesetzliche Möglichkeit stärker umsetzen. Umgekehrt müsse die Sozialstaatsverwaltung jedem jungen Menschen ein Arbeitsangebot machen.

mm/tz/dpa

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