Gefälschter Abschluss? Melania Trump schaltet Webseite ab

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Sieht sich Schummelvorwürfen ausgesetzt: Donald Trumps aus Slowenien stammende Ehefrau Melania. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Seit längerem versucht das Wahlkampfteam Trumps, dessen Ehefrau Melania nicht nur als Anhängsel ihres Mannes darzustellen. Mit ihrer Rede beim Parteitag blamierte sie sich allerdings. Nun folgt der nächste Patzer.

New York (dpa) - Nach Berichten über einen erlogenen Uni-Abschluss hat die Ehefrau des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ihre Webseite aus dem Internet genommen.

Melania Trump (46) hatte in ihrem Lebenslauf geschrieben, dass sie vor ihrer Ausreise in die USA in Slowenien ein Studium in Design und Architektur abgeschlossen habe. Laut Recherchen des Magazins "New Yorker" und anderer Medien hatte Trump dieses Studium jedoch abgebrochen, um ihre Modelkarriere zu verfolgen.

Trump twitterte am Donnerstag, dass ihre Webseite im Jahr 2012 entstanden sei und nicht mehr ihr aktuelles Leben repräsentiere. Deshalb sei sie abgeschaltet worden und verweise stattdessen auf die Unternehmensseite ihres Mannes.

Auch auf ihrer Facebook-Seite fand sich eine solche Erklärung. In dem dortigen Lebenslauf hieß es am Freitag aber weiterhin, Trump habe einen Abschluss in Architektur und Design.

Donald Trumps Wahlkampfteam bemüht sich seit längerem, das frühere Model nicht nur als Anhängsel des Immobilien-Milliardärs darzustellen. Häufiger wird beispielsweise betont, dass Melania Trump fünf Sprachen spreche. Beim Parteitag der Republikaner hatte bereits Melania Trumps Rede für Aufregung gesorgt, weil einzelne Passagen daraus aus einer Ansprache Michelle Obamas im Jahr 2008 stammten.

Donald Trumps dritte Ehefrau ist bisher nicht mit scharfsinnigen politischen Positionen hervorgetreten. 1970 in Slowenien geboren, ist sie 24 Jahre jünger als ihr Mann. Die beiden hatten sich 1998 auf einer Party während der Fashion Week kennen gelernt. 2005 folgte die Hochzeit.

Umgeleitete Webseite melaniatrump.com

New York Times mit Details

New Yorker

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